Zweiter zusätzlicher neuer Dorfladen mit Bäckerei und Cafeteria in Läufelfingen?

Als behinderter Einwohner und Steuerzahler von Läufelfingen, dem es aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich ist, persönlich an einer Einwohner-Gemeindeversammlung teilzunehmen, habe ich auch im Zeitalter von Internet, E-Mail, Twitter und Facebook wenige Möglichkeiten, mich am öffentlichen Leben zu beteiligen. So kann ich meine Hand an der Einwohner-Gemeindeversammlung vom 5. Juni nicht im richtigen Moment hochhalten. Aber zum Glück gibt es die Presse.

An dieser Versammlung geht es um die nächste, zukunftsweisende Abstimmungsrunde bezüglich des ehemaligen Kohler-Areals. Umzonung, Abparzellierung und Verkauf des ehemaligen Kohler-Laden.

Meine Meinung zur Umzonung für eine spätere Überbauung das Kohler- Areals steht fest. Kann ich dieser doch mit fast ruhigen Gewissen zustimmen. Die Chance dass wir in naher Zukunft über einen Nachtragskredit abstimmen müssen ist eher gering. Zudem könnten wir diesen ausnahmsweise einmal Ablehnen! Schade wäre nur, wenn unsere beiden BWL-Studenten der FHNW in ihrer Diplomarbeit „Entscheidungsgrundlage“ neue, noch bessere Lösungsansätze präsentieren würden.

Das Gemeinderat-Projekt „neuer zusätzlicher Dorfladen mit Bäckerei und einer weiteren Cafeteria“ für das Er sich so aktiv, tatkräftig und unerbittlich starkmacht, erhält zum jetzigen Zeitpunkt von mir ein klares NEIN!

Zugegeben das Traktandum 4 liest sich wie eine Hochglanz Broschüre eines modernen internationalen Hotspots mit hohem Wohlfühlfaktor, zudem ich als Otto Normalverbraucher fast nicht NEIN sagen kann. Oder doch?

An der Grundversorgung unseres Dorfes und deren Einwohner kann es dank unserem „Regio & Bio Lebensmittel und mehr“- „Milchhüüsli“ nicht liegen. Sicher aber, das zur Verfügung stehende Einkaufsbudget, unser Einkaufverhalten in den naheliegenden und gut erschlossenen Shoppingcentren so wie Sympathie und Antipathie. Das reicht objektiv kaum, um für einen zweiten, zusätzlichen Dorfladen zu stimmen. Ich möchte ja nicht über kurz oder lang Mitverantwortlich für ein erneutes Ladensterben in Läufelfingen sein! Nicht zu Vergessen muss der neue Investor zuerst kräftig in die eigene Tasche oder die seiner Hausbank greifen um aus dem ehemaligen Baubedarfs- Laden, einen dem heutigen Lebensmittelgesetz, entsprechende Bäckerei, Dorfladen und Cafeteria zu gestallten. Um anschliessend in der von Marktsättigung, Preiszerfall, Auslandeinkäufe und Online-Konkurrenz sowie den naheliegenden Shoppingcentern in der heutigen Mobilen Welt zu bestehen. Zudem erscheint das Dossier der beiden BWL-Studenten dass uns alle über die Entwicklungsmöglichkeiten und deren Potenzial (zweiter zusätzlicher Dorfladen) aufzeigt erst in ein paar Monaten.

Sie fragen sich jetzt sicher dasselbe wie ich? Wieso diese Eile! Wo liegt der Haken an diesem Übereifer? Auf welchen unternehmerischen und betriebswirtschaftlichen Zahlen beruht die Abstimmmungs-Empfehlungunseres Gemeinderates? Und wenn man diese doch bereits so fundiert hat, wieso dann noch eine BWL-Studie?

Hat unser Gemeinde- Präsident noch ein anderes Ass im Ärmel? Ich gehe davon aus, beschäftige ich mich doch seit meiner Behinderung und je nach Gesundheitszustand mehr oder weniger intensiv mit der Geschichte und Entwicklung von „Läufelfingen“ und seinen Nachbargemeinden. So hat sich unser Gemeinderat vor Jahren das Ziel von 1`500 Einwohnern gesetzt. Dieses Ziel hat er nun anfangs Mai für die nahe Zukunft nach oben korrigiert auf 1`800 Einwohner. Wenn Sie als interessierte Leser/in die Bevölkerungsentwicklung von Läufelfingen seit 1566 bis heute als Entscheidungsgrundlage beiziehen möchten, sehen Sie sich doch einfach auf meiner eigenen Webseite www.flurnamenpuzzle.com unter der Rubrik „Hesch gwüsst“/Zahlen, Daten und Fakten die entsprechende Einwohnerstatistik inklusive Erklärungen an.

Ein weiterer Grund dafür dass unser Gemeinderat an seinem seit langer Zeit festgelegten Fahrplan festhält sehe ich bei mir Persönlich. Habe ich mich als ich ihm letztes Jahr meine, zukunftsweisende, kostenlose, unabhängige und professionelle Idee mit dem Projektantrag bei der FHNW schmackhaft machte, unverständlich, unvollständig und unprofessionell ausgedrückt? Habe ich etwas vergessen? Nun, für mich ist das Vorgehen bei solchen Projekten immer das gleiche: „Ein Schritt nach dem anderen“. So das ich ja nicht auf die Nase fallen kann. Aus diesem Grund Sage ich zu diesem Thema ganz einfach:

«Mir wei luege…»

da wir mit unserer Verantwortung für die Zukunft unseres Dorfes Sachlich, Professionell und sowie im Interesse einer sicheren Existenzgrundlage für den Betreiber des zweiten zusätzlichen Dorfladens übernehmen vertagen wir diesen Abstimmungspunkt bis wir alle die dafür unabdingbaren Zahlen, Daten und Fakten der beiden BWL- Studenten vorliegen und studiert haben. Zudem besteht eine realistische Chance dass unsere beiden Betriebswirtschafts-Studierenden eine viel bessere, zukunftsorientierte und lukrativere Ideen präsentieren. Wie wäre es z. B. mit einer Begegnungsstätte für Alt und Jung, die diese zusammen gestalten und betreiben? Hausaufgabenhilfe, Nachhilfeunterricht im Gegenzug haben wir ja genügend PCs die nicht mehr gebraucht werden so das hier unsere Jungen Cracks die ältere Generation Unterrichten könnte! Oder zusammen ein Mal Wöchentlich einen „Hofladen“ verkauf mit Produkten aus dem Dorf organisieren. Und vieles Mehr. So können wir unseren Jugendlichen eine Sinnvolle Alternative zum Bahnhof und seinen SMS- WCs bieten!

Sicher kann unser Gemeindepräsident diese und alle weiteren Frage zu diesem Thema plausibel und verständlich beantworten. Im Moment kommt es mir allerdings so vor, als sitze der Gemeinderat auf einem Baum und säge an seinem eigenen Ast. Dieses Zitat erhält noch einmal eine ganz andere Dimension wenn man sich vor Augenführt, dass seit Nov. 2013 eine Aufsichtsbeschwerde gegen ihn hängig ist. Zudem dürfte das Traktandum 7 Verschiedenes: dadurch nur an allgemeinem Interesse und Spannung gewinnen.