30 Leute waren es, die eine Reise mit der Reformierten Kirche Frenkendorf – Füllinsdorf in den Norden von Deutschland unternahmen. Der pensionierte Pfarrer Reiner Jansen und Timo Goldmann – Reisen, Berlin, organisierten es. 

Es ging primär in das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern, wo ja auch die Deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel her stammt. 

Vom 4. – 12. September 2014, in ein Gebiet, wo einige heute noch sagen, die Zeit sei dort noch ein wenig stehen geblieben. Das stimmt jedoch nicht, wenn man dies alles so sieht wie wir als Gruppe aus Frenkendorf-Füllinsdorf-Liestal. 

Und begonnen hatte man (1. – 3. Tag) mit den Städten Lüneburg, Ratzeburg und Lübeck. Ratzeburg ist bekannt als die Ruderstadt. Und Lüneburg zeigte uns eines der grössten und bedeutendsten mittelalterlichen Ratshäuser von Norddeutschland. Lübeck, diese Hansestadt gehört zum Land Schleswig Holstein und strotzt nur so von seiner Vergangenheit. Marzipan zu kaufen, das gehört auch dazu. Und der Lübecker Dom, so wie bei uns das Basler Münster. So sahen wir auch das Holstentor. Und hier stand etwas auf lateinisch geschrieben, was auch heute noch Gültigkeit hat. Erst auf Lateinisch: Concordia Domi Foris Pax – das dann auf DEUTSCH übersetzt - Einheit im Inneren und Freiheit nach Aussen -. Lübeck war sehr reich wegen dem Salz. Und war im 14. Jahrhundert in Deutschland nach Köln die zweit grösste Stadt mit 20 000 Einwohnern. Nur Köln mit 40 000 Einwohnern war grösser. Wir besuchten den schönen Marktplatz, dann die Marienkirche. Und in der Schiffer Gesellschaft hatten wir das Mittagessen. 

Gut, so gehören diese drei vorgängig erwähnten Städte nicht zu Mecklenburg-Vorpommern, sondern zu Niedersachsen und Schleswig Holstein. Dies alles an den ersten drei Tagen. Gut, am dritten Tag kam auch Schwerin dazu. Wir besichtigten das märchenhafte Schloss der Grossherzöge, den gotischen Dom und die malerische Altstadt. Und so lesen wir auch in der Ostsee Zeitung, dass ein Staatsbesuch in Bad Doberan angesagt ist, nämlich Gauck trifft Hochadel und Präsidenten. Der Bundespräsident von Deutschland hatte die Staatsoberhäupter aller deutschsprachigen Länder nach Doberan und Rostock eingeladen. So auch unseren Bundespräsidenten Didier Burkhalter. 

Und am 4. Tag, dann Wismar, die Stadt der Dome und dem Zisterzienserkloster von Bad Doberan. Und so hat es auch im ZDF immer die Kriminalserie von Wismar. Und auf einmal sind wir aus Frenkendorf, Liestal und Füllinsdorf auch dort. Keiner wurde von uns verhaftet, dies nur nebenbei. Es hat schöne Bürgerhäuser und auch den wunderschönen Marktplatz. Auch einen guten Eindruck konnte man bekommen von den beiden monumentalen gotischen Backseinkirchen Sankt Nikolai und Sankt Georgen. 

Die Zeit verging nur so im Fluge. Und am 5. Tag die Universitätsstadt Rostock und die Ernst Barlach-Stadt Güstrow. Vor allem bekamen wir zu hören, dass im Jahre 1419 in dieser Stadt die älteste Universität der Ostsee gegründet wurde. 

Am 6. Tag die Schifffahrt von Stralsund auf die Insel Hiddensee. Auch Capri des Nordens bezeichnet. Es hat sanfte Hügel und reetgedeckte Häuser zu bestaunen. Ein Reetdach, dies nur nebenbei, ist aus getrockneten Schilfrohr verarbeitet. Ein Material, das seit 6000 Jahren als ideales Dachmaterial in dieser Gegend auch heute noch bei einigen Häusern gilt. Und auch das Künstlerhaus auf Hiddensee von Gerhart Hauptmann besichtigten wir. 

Am 7. Tag dann nach Stralsund und Greifswald. Stralsund ist auch bekannt für den Schiffsbau. Die Altstadt mit ihren Patrizia-Häusern zeigt einfach, dass eben die Hanse einmal sehr bedeutend in jener Zeit gewesen ist. Bis Riga nach Lettland hinauf kann man die Bedeutung von der Hanse in der damaligen Zeit auch heute noch gut in den prächtigen Bauten bestaunen. Noch eine Bemerkung zu der Hanse, das heisst einfach, dass eine Gruppe von Leuten Handel betreiben wollte und es auch einige Jahre hervorragend tat. Und auch der Besuch vom Meeresmuseum in Stralsund war für uns etwas ganz Besonderes. 

Greifswald ist eine bekannte Universitätsstadt. Gleich daneben liegt die Insel Usedom und das Nachbarland Polen. Am 8, Tag, dann das Highlight, die Insel Rügen. Wer hat nicht schon etwas von den Kreidefelsen gehört. Ganz oben im Norden waren wir auch an der Steilküste vom Kap Arkona. Und eine kleine Wanderung führte entlang der Steilküste zum malerischen Fischer Ort Vitt. Natürlich waren wir auch am Kreidefelsen, genannt Königsstuhl. Es gibt viele Orte, z.B. Binz oder auch Putbus, die Geschichte auf dieser Insel schreiben. So fuhren auch einige mit dem Rasenden Roland (noch mit der Dampflokomotive) von Binz nach Lauterbach. Und dies darf man ruhig auch erwähnen, Rügen ist die grösste deutsche Insel Deutschlands. Das Tor zur Insel Rügen ist die Hansestadt Stralsund. Und nach all den schönen Eindrücken hatte man dann Abschied zu nehmen. Via Stralsund – Hamburg ging es mit der Bahn wieder zurück nach Basel und zu den verschiedenen Wohnorten.

Dieter Wundrak-Gunst       Fotos: Heidi Wundrak-Gunst