Das Kantonsspital Baden (KSB) und das Spital Muri gehen gemeinsam in die Zukunft: Die beiden Spitäler haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, die sich sowohl auf medizinische als auch auf administrative Bereiche erstreckt. Damit erfüllen sie die Vorgaben des Kantons Aargau, der Kooperationen zwischen Leistungserbringern im Gesundheitswesen forcieren will.

„Es freut und ehrt uns, dass sich Muri für eine Zusammenarbeit mit dem KSB entschieden hat. Das ist ein grosser Vertrauensbeweis“, sagt KSB-CEO Adrian Schmitter und betont den Premierencharakter der Vereinbarung: „Es handelt sich um den ersten Kooperationsvertrag zwischen zwei Spitälern in dieser Dimension. Wir haben somit vorweggenommen, was der Kanton Aargau bei der Vergabe von Leistungsaufträgen im Gesundheitswesen fordert.“

Durch den Schulterschluss wird gewährleistet, dass die beiden Spitäler der Bevölkerung in ihren Einzugsgebieten auch in Zukunft eine qualitativ hochstehende, wohnortsnahe Versorgung bieten. Gerade Patienten mit einem komplexen Krankheitsbild können über kurze und einfache Wege den Spezialisten in den beiden Häusern zugewiesen werden.

Daniel Strub, der CEO des Spitals Muri, betont denn auch die Vorteile für die Patienten: „Der Zugang zu wohnortsnahen medizinischen Angeboten bleibt sichergestellt, und die Patienten profitieren vom vollen Leistungsumfang der beiden Häuser. Solche Kooperationen sind zukunftsweisend. Sie erhöhen die Qualität der Gesundheitsversorgung in der Region. Gleichzeitig können die Kosten gesenkt werden, ohne dass die Angebotsqualität darunter leidet.“

Erste Erfahrungen in Sachen Zusammenarbeit haben das KSB und das Spital Muri bereits gesammelt, beispielsweise in der bariatrischen Chirurgie (Adipositas-Behandlungen), wo seit längerer Zeit ein enger Austausch besteht. Mit der nun unterzeichneten Vereinbarung wird der Rahmen breiter abgesteckt und auf Fachgebiete wie Chirurgie, Orthopädie, Innere Medizin, Medizinische Dienste, Notfall und Rettungsdienst ausgeweitet.

Wie sich dies auf den Alltagsbetrieb auswirken wird, ist noch nicht im Detail geregelt. In welchen Bereichen allfällige Synergien genutzt werden können, wird nun geprüft. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Spitälern soll so gestaltet werden, dass sie stets den Erwartungen und politischen Anforderungen hinsichtlich der Kooperation von Leistungserbringern im Gesundheitswesen entspricht, hält der Rahmenvertrag fest.