Nehmen wir es vorweg, so ist dies das letzte Interview vom Urs Burkhart, Präsident vom Seniorenverein Frenkendorf und Umgebung, mit einer Persönlichkeit aus den beiden Dörfern Frenkendorf und Füllinsdorf wie auch aus der näheren Umgebung. Und in diesen acht Jahren tat es Urs Burkhart mit 45 Lebensläufen. Nicht nur mit der Prominenz, nein einfach mit Leuten wie DU und ICH. Hatte auch einmal das Vergnügen, jetzt bin ich ja der Schreiber, über mein Leben interviewt zu werden. Sage nur dies, dass man nur staunen kann, was es dann auf einmal für Erinnerungen gibt. Vom Leben, vom Beruf, etc. etc. 

Nun aber zu Monika Vogelsanger. Sie ist sehr viele Jahre auf der Gemeinde Füllinsdorf tätig gewesen, jetzt pensioniert. Und man merkt es schon, wenn sie spricht, dass sie eine Ostschweizerin ist. Aufgewachsen im schönen Thurgau, wo es ja heisst, dass eine Eisenbahnstrecke viele Kurven haben muss. Warum? So kann der Lokführer feststellen, dass der letzte Wagen immer noch dran hängt. 

So berichtete auch die Monika über ihre Kindheit mit den Eltern und Geschwistern, wo das Geld nicht auf der Strasse gelegen ist. Der Vater war ein Verding Kind. Bei der Mutter waren die Eltern auch schon früh verstorben. Einen Bruder und eine ältere Schwester hatte Monika. Und ob sie als Kind pflegeleicht gewesen sei, so fragte der Urs Burkhart. Man konnte nur dies mit bekommen, dass sie der Liebling vom Vater gewesen ist. Das muss genügen. In die Primarschule ging sie nach Erlen, das nicht weit von Sulgen liegt. Zwei Orte im Kanton Thurgau. Dann später in die Primarschule in Steinach. Steinach liegt im Kanton St.Gallen. Der Vater hatte einen Job bei Sulzer in Arbon bekommen. 

Und in der Schule, so darf man berichten, dass sie über die Lehrer nicht klagen konnte. Sie war auch begabt, darum auch eine Lehre. Und den ersten Job nach der Lehre, den sie dann bei uns im Baselbiet bekam, war beim Kantonsspital Liestal. Es war das Jahr 1972. Ein Fräulein Stoll, heute würde man Frau Stoll sagen, die war es, die sie anstellte. Eine lustige Geschichte wäre dies noch. Beim Umzug zu uns nach Liestal, da half der Bruder. Und bei einem Herrn Rudin bekam sie das Zimmer. Und so stellte sich der Herr Rudin mit Rudin vor, der Bruder sagte dann Grüezi ich bin der Hermann. Das war ein Missverständnis, denn Rudin ist nicht Rudi. Man sieht, dass nicht nur Schweizer Bürger mit Migrationhintergrund Probleme mit der Sprache haben können, nein auch Ostschweizer, wenn sie ins Baselbiet ziehen. 

Ja, dann gab es später noch die Stelle auf der Einwohnerkontrolle bei der Gemeinde Füllinsdorf. Und Monika scheint eine gute Arbeitskraft gewesen zu sein, am Schluss leitete sie sogar das Sekretariat. Nur nebenbei, dank dem Job auf der Einwohnerkontrolle lernte sie auch ihren Lebenspartner Georges Isenegger kennen. Und Urs Burkhart, der ja selbst in Frenkendorf einmal ein Gemeinderat gewesen ist, der war ein wenig neugierig. Also fragte er Monika, wen sie denn als Gemeindepräsidenten in Füllinsdorf am liebsten gehabt hätte. Diplomatisch wie sie ist, selbstverständlich alle, nur eben Max Hofer, der war schon einer, wo sie halt das Heu ein wenig mehr auf der gleichen Bühne hatte. Und damit die Kirche im Dorf bleibt, so nenne ich alle, die so ihre Arbeit gerne in Füllinsdorf schätzen. Alles Gemeindepräsidenten: Alfred Tschan, Max Hofer, Walter Kern, Fritz Hartmann und noch ein ganz wenig den Roger Matter am Schluss. 

Man könnte noch sehr viel mehr über dieses Interview schreiben, das würde doch den Rahmen sprengen. Nur dies zum Schluss, es hatte sage und schreibe 70 interessierte Anwesende, die sich dies alles gerne anhörten.

Dieter Wundrak-Gunst     Fotos: Heidi Wundrak-Gunst