Wo ist die Piazza della Fontana? Gehen Sie beim Verlassen des EW-Ladengeschäfts nach links um die Schaufensterecke, und Sie finden alles, was zu einer Piazza gehört: Brunnen, Monument, Bäume, Blumen, Bänkli und Aus-Sichten. Der Platz ist wieder so instand gestellt, wie ihn Anton Egloff 1963 gestaltet hat. Das Werk des damals 30 jährigen Künstlers spricht heute noch genau so subtil und vielfältig zum aufmerksamen Betrachter, aber der Verkehr ist lauter.

Zwischen diesem Platz und dem Schlusspunkt des Spaziergangs in der Kapelle St. Anton trafen die 20 Spaziergänger auf zwölf Wegmarken, die einen Halt und eine Betrachtung wert waren. Die Schmitte von Cesco Peter lag am Weg, die Kulturmeile im Dorf, die Wand- und Brunnenbilder im Dorfschulgelände. Da stehen und sitzen und liegen Schönheiten. Ein Höhepunkt ist der Klosterkreisel, von der Langen Bank aus zu sehen. Das Vorarbeiterhaus von Andy Wildi fliegt himmelwärts, zum Träumen eignet sich der Eingangsbereich zum Altenburgschulhaus.

Wussten Sie, dass in Wettingen auch Sterne am Boden liegen, in den Kinder-Gärten Wäscheklammern, und dass man vom Tägibad aus das Jurameer sehen kann, aus dem die Lägern als Sediment aufsteigt? Sie können auch Einblick nehmen in einen erstarrten Vulkanausfluss. Alles gesehen am Spaziergang durch Wettingen am letzten Samstag.

Die zwanzig Teilnehmer liessen sich im Café Forum bei Frau Flückiger vor einem Zvieriteller nieder. Alex Schaufelbühl erzählte von den Raben, das war spannend.

Die Kunst liegt an der Strasse: alles gratis. Sie ermöglicht Einblick, Durchblick, Rückblick, Ausblick, Accelerando und ritardando. Lauter Geschichten: ein Plus, das Wettingen interessanter macht.

Marie Louise Reinert, Einwohnerrätin EVP