Vor zwei Monaten hätte es niemand für möglich gehalten, dass der VB Therwil nach sieben Runden von der Tabellenspitze grüssen würde. Der Kader wurde gegenüber der Vorsaison kaum verändert. Die Strategie des Vereins, ohne ausländische Spielerinnen auszukommen, sollte auf jeden Fall weitergeführt werden. Allerdings erfolgte eine wichtige Mutation bei der Teambetreuung. Mit Jana Surikova übernahm eine absolut kompetente Persönlichkeit das Traineramt. Jana brachte einen sehr guten Geist in die Mannschaft – Freude und Lockerheit bei einer grossen Konzentrationsfähigkeit waren von nun an die Stärken der Leimentalerinnen. So gewann der VBT Spiel um Spiel und musste die Tabellenspitze zum Vorrundenabschluss gegen Val-de-Travers nur noch verteidigen.

Die Neuenburgerinnen hatten bis jetzt noch keine grossen Stricke zerrissen und so war Therwil in der Favoritenrolle. Allerdings war man gespannt auf den Auftritt der Amerikanerin Ashley Beyer und der Brasilianerin Vanessa Jorge da Silva bei den Romandes. Genau diese beiden hielten dann auch im ersten Satz das Spielgeschehen jederzeit offen. Während beim VBT immer wieder Manuela Burkhard und Rebekka Buser mit guten Angriffen zu Punkten kamen, waren es auf der anderen Seite die beiden Ausländerinnen, die teilweise clever und mit viel Druck zum Erfolg kamen. Das Geschehen war lange ausgeglichen, bis dann ValTra 19-17 in Führung gehen konnte. Therwil hatte mit der Annahme zu kämpfen und die drucklosen Angriffe wurden vom Gegner resolut ausgenutzt. Doch Manuela Burkhard und Rebekka Buser erledigten dann ihre Aufgabe wieder gut und Michela Vacilotto hatte mit Andrina Nussbaumer noch eine Variante zur Verfügung, die in der Schlussphase zwei wichtige Bälle zu Boden brachte. Trotz einem Missverständnis in der Verteidigung zum 24-24, konnte Therwil den Sack mit einem erfolgreichen Sideout und einem Servicepunkt zumachen.

Der zweite Satz war bis zum 10-10 ausgeglichen. Dann schuf der VBT mit Manuela Burkhard und mit Selina Pfiffner auch über die Mitte einen Vorsprung zum 17-13. Val-de-Travers geriet in der Annahme stark unter Druck und konnte das klare Verdikt von 25-19 nicht mehr verhindern.

Der dritte Satz begann mit einer starken Serviceserie von Michela Vacilotto und schon stand es wieder 8-2. Der gegnerische Coach brachte dann mit einem Doppelwechsel auf der Pass- respektive Diagonalposition nicht wirklich Qualität aufs Feld. Der Abstand konnte zwar noch einmal verkürzt werden, die Therwilerinnen spielten nun aber ohne Wackler und souverän die Partie zu Ende. Die beiden guten Aussenspielerinnen von Val-de-Travers bauten letztlich stark ab und ohne deren Punkte war nichts mehr zu machen. So schlossen Neuenburgerinnen das Spiel mit einem Servicefehler auch gleich selbst ab mit 17-25.

Gespannt wartet man jetzt auf die beiden ersten Spiele der Rückrunde im Baselbiet. Mit Génève Volley und Kanti Baden warten zwei Gegner auf den VB Therwil, die sicher gewisse Revanchegelüste haben und im Kampf um die Plätze für die Aufstiegsrunde auch noch mitreden wollen.