Im Rahmen der Badener Umweltwochen 2018 gewährte eine Velotour mit Pro-Velo Region Baden einen Einblick in die Bedeutung der Wasserkraft für Baden.
Schon im Mittelalter versorgten die Wasserräder an der Limmat und am Stadtbach die hiesigen Mühlen mit umweltfreundlicher Energie. Davon bleiben nur noch Namen.
Die Velofahrt von der Aue zum Kapperlerhof führte an zahlreichen Industrieruinen vorbei, denen früher als Hauptenergiequelle die Limmat diente.
Anfangs des 20. Jahrhunderts  deckten die Wasserkraftwerke Kapperlerhof und Aue den gesamten Elektrizitätsbedarf der Stadt Baden, heute decken sie trotz Verbesserung des Wirkungsgrades noch rund 1/3, der Rest kommt aus dem Überlandnetz, mit einem kleinen Beitrag der Holzenergiezentrale Dättwil und der Photovoltaik-Anlagen. Die zwei Biogasanlagen hingegen speisen erneuerbares Biogas in das Erdgasnetz und produzieren direkt keinen Strom.
Michael Sarbach und Andreas Doessegger der Regionalwerke Baden zeigten eindrücklich, was die Limmatkraftwerke durch ständige Verbesserung zur Versorgung Badens leisten, aber auch, wie klein ihr Ausbaupotential ist.
Ja, die Produktion könnte sogar abnehmen, wenn der Kanton die Umweltauflagen, insbesondere die Restwassermenge weiter erhöht und das Klima unbeständiger wird.
Dadurch würde ihre Wirtschaftlichkeit leiden, und noch weiter sinken, wenn der Kanton höhere Wasserzinsen fordert.

Hubert Kirrmann