Volksstimme vom 25.11.16

Jetzt auch in Sissach !

Anwohner verlangen ein leises Geläut der kath. Kirche in Sissach. Dieses soll für CHF 16'000.00 umgebaut werden. Das wird sicher einigen «Meckeri’s» nicht genügen.

Warum investiert man das Geld nicht in eine App, womit man das Geläut auf jedes Handy oder Set- und andere Top-Boxen laden kann. Dann kann man das Kirchengeläut im Turm abstellen, was Kosten für die «Aufmotzung» spart und jeden Tag auch den Stromverbrauch minimiert. Jeder, der das Geläut hören will, kann dies auf seinem Handy oder TV hören, und alle andern bleiben ungestört im Bett. Die App kann man auch den andern Kirchen anbieten. Bei CHF 10.00 Gebühr pro Monat und Kirche kann sich die Kirchgemeinde eine goldene Nase verdienen, und auch die andern können so auch viel Stromkosten sparen. Wäre doch sicher schön, wenn einige Zürcher am Sonntagmorgen das Geläut des Basler Münster’s hören würden. Und im Tram absolut sinnlich, wenn alle Passagiere ihr Wunschgeläut hören, möglichst jeder ein anderes. Selbst den Bauern könnte man die App öffnen, damit sie die Kuhglocken ihrer Herde auch den Unterländern zugänglich machen würden. Dazwischen könnte der «Chuebode-Sepp» noch etwas Werbung für seinen Justis-Taler-Bergkäse machen. Zwingend wäre natürlich, dass die App keine der vom Internet gewohnten Fehler aufweist. Es wäre fatal, wenn der Pfarrer zwischen dem Geläut zum Gebet rufen will, und die Bergkäse-Werbung eingeblendet wird.

So würde Digital 4.0 endlich auch die Kirche erreichen.

Ich wünsche allen einen schönen Sonntag-Morgen

Karl Rätzer, Rünenberg