Seon, die grösste Gemeinde des aargauischen Seetals, war der Ausgangspunkt der Kurzwanderung der Pro Senectute Olten. Wie die Wetterpropheten voraussagten, sollte es einer der letzten heissen Tage dieser Hitzeperiode sein. So freute sich denn die Wanderleiterin Annekäthi Hänsli, an diesem Nachmittag trotzdem 15 Mitwanderer begrüssen zu können. Nach einem kurzen Marsch durchs Dorf und übers Feld führte der Weg schon bald hinein in den kühlen Wald. Von weitem grüsste der bekannte Esterliturm. Auch der zeitweise kräftig blasende Wind war uns sehr willkommen und trug zur Abkühlung bei. Bis Sigismühle gings auf einem schmalen Pfad dem Aabach entlang. Die idyllisch im Wald gelegene Sigismühle ist mittelalterlichen Ursprungs, scheint aber zwischenzeitlich stillgelegt worden zu sein. Erst im 19. Jahrhundert erwachte der Betrieb als Papierfabrik wieder zu neuem Leben. Heute wird das Areal als Handels- und Gewerbebetrieb genutzt. Der Aabach war unser ständiger Begleiter und führte trotz der anhaltenden Trockenheit noch erstaunlich viel Wasser. Auf dem breiten und bequemen Waldweg gings weiter vorbei an der Wylwand und der Heideburgwand. Beim Verlassen des Waldes kam beim Blick nach links die Staufbergkirche auf dem höchsten Punkt des Staufbergs in Sicht. Wir kamen an den Sportanlagen Unteri Wylmatte von Lenzburg vorbei. Auch in der nahen Badi war reger Betrieb, denn der Lärm und das Plantschen waren nicht zu überhören. Die Justizvollzugsanstalt und das Zentralgefängnis liessen wir aber rechts liegen. Hinein gings nun in die Altstadt von Lenzburg, welche einen hufeisenförmigen Grundriss aufweist mit der breiten Hauptgasse und je einer parallelen Nebengasse. Das alles überragende Schloss Lenzburg zählt zu den ältesten und bedeutendsten Höhenburgen der Schweiz und ist heute im Besitz des Kantons mit einem historischen Museum und dem Stapferhaus. In einem Restaurant inmitten der Altstadt genossen wir den verdienten kühlen Schlusstrunk. Bei der Heimfahrt nach Olten sahen wir im Westen schwarze Wolken aufziehen und daheim erwarteten uns auch schon die ersten Tropfen. (mva)