Im Gegensatz zu den bezüglich Spielpraxis ebenfalls mit B-Lizenz an die Argovia Stars ausgeliehenen Cueni und Lehner ist der 20-jährige Verteidiger Nicolai Gusset in diesem Cup-Spiel aufgelaufen. Am Wochenende noch für die Aargauer im Einsatz, streifte er an diesem Abend aber das Leibchen des EHC Basel über.

«Ich habe mich gefreut, meinen ersten Ernstkampf für den EHC Basel zu bestreiten und hoffe, dass ich wieder einmal eine Chance in Basel erhalten werde», so Gusset nach dem Spiel. Die Chancen dazu stehen nicht so schlecht, zumal Leandro Gfeller abermals im Sturm spielte.

Nachdem Schnellmann mit dem ersten Basler Angriff bereits nach 27 Sekunden das Score eröffnete, war es ebendieser Gusset, der mit einem schönen Schlenzer von der blauen Linie das 0:2 schoss. «Ich war froh, dass der Schuss passte, da ich ja nicht unbedingt der typische Scorer bin.»

Dass die Partie kein Selbstläufer wird, zeigen die Aargauer insbesondere im Powerplay oder wenn ihre Linie mit den ehemaligen Basler NLB-Spielern Wittwer und Scherwey auf dem Eis war. Dies bestätigte auch Gusset: «Argovia ist stark im Powerplay. Sie spielen einfach und schiessen viel.»

Powerplay, um zurückzufinden

Tatsächlich war es ein Powerplaytor durch Wittwer, dass die Aargauer wieder zurück ins Spiel brachte. Das 2:2 wieder durch Wittwer kurz danach verärgerte Goalie Damian Osterwalder. Er war überzeugt, dass er den Puck noch vor der Torlinie festhielt. Schiedsrichter Stegmann war jedoch anderer Meinung.

Danach verlor Basel etwas den Faden, konnte aber nach etwa 5 Minuten wieder in die Partie finden: «Cool bleiben, nicht nervös und hektisch werden und weiterspielen», wie es Gusset betonte.

Im Mitteldrittel ersetzte Giacinti den verletzten Sandro Brügger in der ersten Sturmline. Dass auch die Basler ein gutes Powerplay haben, bewiesen sie durch das 3:2 durch Kohler. Danach kontrollierte das höherklassige Team das Spiel.

Nach einer Druckphase war Argovias Trainer Wittwer sogar noch gezwungen, ein Timeout zu nehmen. Mehr als das 2:4 durch Spreyermann schaute jedoch nicht mehr heraus.

Mit dem fünften Basler Treffer durch Guantario anfangs Schlussdrittel war dann die Partie entschieden. Mehrere Basler Strafen sorgten dann jedoch zeitweise wieder für Betrieb vor Damian Osterwalder. Mit einem Entlastungsangriff gelang Schnellmann in Unterzahl sein zweites Tor zum 2:6, das aber umgehend von Simmen, in Überzahl, wieder korrigiert wurde.