Brisantes „back to the future“- Duell im Cup-Halbfinal

Und wieder einmal stehen sich der SV Wiler-Ersigen und Chur Unihockey in einem Cuphalbfinal gegenüber. Bereits zum dritten Mal innerhalb der letzten 12 Jahre. Und die Statistik wie auch die Ausgangslage spricht eigentlich für den SVWE. Einerseits tritt der SVWE zuhause an und andererseits sahen alle drei Halbfinalduelle die Berner als Sieger, zuletzt 2013, als sich der SVWE in Chur knapp mit 5:4 durchsetzen konnte.

An der Bande der Bündner stand damals noch ein gewisser Thomas Berger, den Führungstreffer für das Heimteam erzielte ein gewisser Nicola Bischofberger. Beide sind sie nun für Wiler-Ersigen im Einsatz und sollen dem Meister den ersten Einzug in den Cupfinal seit 2013 bescheren, es wäre der zehnte insgesamt. Während Berger vor Jahresfrist mit dem klaren Auftrag zum SVWE zurückgeholt wurde, eine neue Generation aufzubauen und an die grossen Erfolge seiner ersten Amtszeit anzuschliessen, hat auch Gegner Chur soeben eine „back to the future“-Aktion eingeleitet.

Mit Jani Westerlund (ehemals auch Nationaltrainer der Schweiz) steht seit letzten Sonntag ein Mann an der Bande, welcher noch vor der Jahrhundertwende die Geschicke des damals grossen UHC Rot-Weiss Chur geleitet hatte und mit den Bündnern Meister und Cupsieger wurde. Berger (als Trainer bei Malans) und Westerlund standen sich als Trainer zuletzt 1999 im Playoff-Final gegenüber, Berger und Alligator siegten in der damaligen „best of three“-Serie mit 2:1. Kaum jemand hätte es wohl für möglich gehalten, dass die beiden Protagonisten erst beinahe 20 Jahre später wieder aufeinander treffen würden.

Gegen Zug noch eine Rechnung offen

Aufgrund des Cup-Halbfinals gerät die Meisterschaftspartie gegen Zug von Sonntag etwas in den Hintergrund. Dabei ist auch dieses Spiel von Bedeutung. Der Aufsteiger kämpft um die Playoff-Qualifikation, der SVWE muss nach der unglücklichen Niederlage gegen GC schauen, dass er die gute Ausgangslage um den Qualisieg nicht verspielt.

Im Hinspiel führte der SVWE rasch mit 4:0, lag dann aber plötzlich 4.6 zurück und siegte schliesslich erst in der Verlängerung (9:8). Die Zuger haben mehr als einmal angedeutet, dass sie das Potential haben die Favoriten zur ärgern und werden ausgeruht antreten. Die Partie findet übrigens in Unterägeri statt (So. 17.00).