Es sind nicht nur gute Erinnerungen, die der TV Solothurn an den HC Wädenswil hat. Zwar konnten die Aarestädter vor zwei Jahren in der NLB sowohl Hin- wie auch Rückspiel gewinnen, doch die Zürcher standen dem TVS ein Jahr zuvor einmal schmerzhaft vor der Sonne.

Es war die geplante Aufstiegssaison der Ambassadoren. Solothurn glitt durch die Erstliga wie ein warmes Messer durch Butter, es reihte sich Sieg an Sieg. In der anschliessenden Aufstiegsrunde entschied dann das letzte Auswärtsspiel in Wädenswil über Freud oder Leid.

Nach einer desolaten Leistung waren es am Ende die Zürcher, die den Aufstieg bejubelten. Solothurn musste noch eine Ehrenrunde einlegen, ehe es ein Jahr später ebenfalls in die NLB aufstieg. Immerhin konnte sich der TVS seitdem in der zweithöchsten Liga halten, im Gegensatz zu Wädenswil.

Steigerung im Angriff nötig

Denn die Zürcher stiegen vor zwei Jahren aus der NLB ab. Auf diese Saison hin gelang ihnen wiederum der Aufstieg. Es ist zu erwarten, dass die «Lift»-Mannschaft vom Zürichsee auch in dieser Spielzeit vor allem gegen den Abstieg kämpfen wird.

Die Solothurner hingegen orientieren sich aufgrund der letzten beiden Spielzeiten eher nach vorne. Doch um dies zu können, müssen auch in dieser Saison Punkte her. Im ersten Spiel gegen Stans verpasste es der TV Solothurn, die ersten Beiden ins Trockene zu bringen. Schuld war ein Leistungseinbruch in den letzten fünf Minuten und eine ungenügende Angriffsleistung über das gesamte Spiel.

Neue Ideen müssen her

Letzteres wird gegen Wädenswil zwingend verbessert werden müssen, wollen die Solothurner gegen den HCW Punkte mit nach Hause nehmen. Traditionell pflegen die Zürcher einen offensiven Verteidigungs-Stil, was den Solothurnern oft Mühe bereitet. Es braucht also Ideen im Angriff, Tempo und Präzision. Elemente, die gegen Stans im ersten Spiel oft gefehlt haben.

Konnte man gegen den Geheimfavoriten aus der Innerschweiz noch sagen, dass es nicht diese Spiele sind, die der TV Solothurn gewinnen muss, um sein Ziel zu erreichen, so ist dies im zweiten Spiel anders. Mit dem Ziel, das gesicherte Mittelfeld in der NLB zu erreichen, müssten die Solothurner den Aufsteiger besiegen. So könnte man die ärgerliche Auftaktniederlage umgehend korrigieren.