Unihockey Mittelland startete nach zuletzt guten Resultaten auch in der Pfrundmatt engagiert ins Spiel und stand vor allem in der Defensive solide. Die Reinacher ihrerseits spielten geduldig und hatten im ersten Abschnitt mehr Ballbesitz, kamen aber nur selten zu gefährlichen Abschlüssen. In der 8. Minute war es dann Wintertransfer Rafael Wolf, welcher die Mittelländer mit einem Freistosstor zur 1:0-Führung schoss.

Der zweite Abschnitt bot den gut 140 Zuschauern magere Kost und durch viele Strafen auf beiden Seiten kam nur wenig Spielfluss auf. Reinach konnte durch Sommerhalder per Konter zwar ausgleichen, die zu seltenen Abschlüsse des Heimteams waren danach aber entweder Beute des gegnerischen Torhüters oder verfingen sich im Block.

Der letzte Abschnitt wird das Spiel entscheiden 

Bei Spielhälfte setzte Nyh einen vielversprechenden Penalty nur knapp an den Pfosten und so musste der letzte Abschnitt entscheiden.

In diesem übernahm Reinach das Spieldiktat nun definitiv und nach 45 Minuten bot sich erneut die Chance im Powerplay. Nachdem der Ball gut lief, drückte Nyh von hinten überraschend ab und schoss die Reinacher zum ersten Mal in Front.

Das Heimteam spielte fortan hochkonzentriert und jeder gewonnene Zweikampf wurde lautstark bejubelt. Das intensive Spiel wurde durch den spielstarken Joel Nyh mit seinem 3:1 drei Minuten vor Schluss definitiv entschieden und nach einem harten Stück Arbeit konnte man sich so weitere drei Punkte gutschreiben lassen.

Keine 24h später kam es in Gümligen zum Spitzenkampf gegen die Bern Capitals. In diesem traf der Tabellenzweite auf den Dritten oder auch die beste Defensive auf die beste Offensive der Liga - Die Affiche versprach also einiges.

Die Capitals starteten besser ins Spiel und konnten nach zwei Weitschusstoren bei Drittelhälfte mit 2:0 in Führung gehen. Die Aargauer behielten aber kühlen Kopf und konnten wenig später nach einem schnellen Seitenwechsel durch Berglund auf 2:1 verkürzen.

Im zweiten Abschnitt glich Captain Hediger den Spielstand nach einer unübersichtlichen Situation vor dem Tor aus. Als aber kurz darauf ein Reinacher auf die Strafbank wanderte, musste man schon Schlimmes befürchten, zeigten sich die Hauptstädter im Hinspiel in Überzahl doch gnadenlos effizient. Man schien an diesem Sonntag aber eine Lösung gefunden zu haben und so war es Dünki gar vergönnt, sein Team mittels Shorthander in Führung zu schiessen.

Intensives taktisches Geplänkel 

Es entwickelte sich darauf ein intensives taktisches Geplänkel, bei dem beide Teams gehörigen Respekt vor dem Gegner zeigten und kaum grosse Risiken eingingen. Böse Zungen würden hierbei einen Vergleich zum Schach ziehen. Nachdem dann Righini 90 Sekunden vor der zweiten Pause mit einem satten Schuss auf 3:3 ausglich, musste erneut das letzte Drittel entscheiden.

Während die Reinacher nicht mehr ganz so konzentriert spielten, nutzten die Berner die sich bietenden Möglichkeiten gnadenlos aus. So waren es Schneiter, Danuser und Wälti, welche die Berner nach Ballverlusten im Mittelfeld teils sehenswert zum 6:3 und der gleichzeitigen Vorentscheidung schossen. Die Lok konnte nicht mehr reagieren und biss sich an den gut stehenden Bernern die Zähne aus.

Kaum mehr ein gefährlicher Angriff 

So lief die Zeit weg und man tauchte kaum mehr gefährlich in der Zone des Gegners auf. Das 7:3 durch Wälti drei Minuten vor Schluss war sogleich der Endstand. So gingen die 3 Punkte nach einem intensiven und fair geführten Spiel schlussendlich verdient an die Berner. Lok Reinach beendet das Jahr 2017 auf dem dritten Tabellenrang, punktgleich mit den Zweitplatzierten Capitals und 4 Punkte hinter dem Leader aus Eggiwil.

Dahinter lauern mit dem UHT Schüpbach und den Lions Konolfingen die beiden nächsten Gegner der Lok mit nur 3 bzw. 4 Punkten Rückstand. Nach der zweiwöchigen Meisterschaftspause geht es also gleich Schlag auf Schlag weiter.