In den letzten Begegnungen spielte sich meist in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit dasselbe Szenario ab: die Spielerinnen von Mathys/Neuenschwander durchgingen ein gemeinsames Zwischentief. Immer wieder kam es zu Phasen, in denen sich das Team einen gut erspielten Vorsprung wieder verspielte.

Eines der Fazite nach den Spielen war stets die fehlende Konstanz, die man nun unbedingt anstreben muss, wenn man in die höchste Liga der Schweiz aufsteigen möchte. Von Konstanz konnte auch in diesem Spiel nicht die Rede sein. Der Unterschied war in diesem Spiel jedoch ein anderer: Wenn eine Spielerin eine schlechte Phase hatte, war eine andere zur Stelle, die einspringen konnte.

Ein Tor Rückstand in der Pause

Während dem gesamten Spiel wurde auf jeder Position viel gewechselt, um das Tempo hoch zu halten. Nach 15 Minuten lagen die Gäste aus dem Leimental zum ersten Mal mit vier Toren in Führung (6:10). Doch bei einem schnellen Spiel passieren bekanntlich auch mehr Fehler, welche das kämpferische Heimteam vor der Pause nochmals ausnutzen konnte und so nur noch mit einem Tor Rückstand in die Pause ging (15:16).

Priscilla Köster im Tor für die Leimentalerinnen.

Priscilla Köster im Tor für die Leimentalerinnen.

Erneut startete die HSG gut in die zweite Hälfte der Partie und konnte bereits nach 35 Minuten eine 5-Tore-Führung zelebrieren, welchen man bis knapp zur 45. Minute halten konnte. Doch dann brauchte es nochmals starke Nerven und die nötige Coolness seitens Trainer-Staff und Spielerinnen, denn 12 Minuten vor Spielende erzielte die Topscorerin Baumgartner von Herzogenbuchsee (7 Tore) den Ausgleichstreffer zum 24:24 und konnte kurz darauf sogar mit zwei Toren in Führung gehen.

Hektische zweite Halbzeit

Das Spiel gestaltete sich nun auf beiden Seiten sehr hektisch. Das in der zweiten Halbzeit angestrebte 7:6 Spiel der HSG Leimental führte in kurzer Zeit zu einigen Gegentoren ins leere Tor. Sogar die gegnerische Torhüterin Steinemann hat sich mit drei Toren ins leere Tor in die Torschützenliste eingetragen. Etwas spät, stellte das Team wieder auf ein 6:6 Spiel um.

Drei Minuten vor Schluss, lagen die Baselbieterinnen noch immer mit zwei Toren im Rückstand (28:26). Nun zeigte das Gastteam enorme Moral und Kampfgeist und liess sich nicht unterkriegen. In der Abwehr gab jede Spielerin ihr letztes Hemd für die andere. Im Angriff zeigten routinierte Spielerinnen ihre Erfahrung, zuerst zu nennen Stephanie Mathys, die gleich mit zwei Toren in Folge aus schwierigen Positionen den Ausgleichstreffer erzielte.

Knapper Sieg

Nach einer Zweiminute gegen das Heimteam in der letzten Minute, zeigten die Leimentalerinnen starke Nerven und spielte ihre Überzahl gekonnt auf die Topscorerin Marie-Rose Bütikofer, welche kühlen Kopf bewahrte und den Siegestreffer zum 28:29 erzielte! Während dem gesamten Spiel war die gegenseitige Unterstützung und Freude zu sehen, welche mit dem verdienten Sieg gekrönt und belohnt wurde.

Die Leimentalerinnen haben jetzt zweieinhalb Wochen Zeit, sich von diesem nervenaufreibenden Spiel zu erholen, denn das nächste Spiel findet erst am Mittwoch, 28. März 2018, gegen Yellow Winterthur statt (Anpfiff 20:30 Uhr, Winterthur Eulach 2 B).