Nach einer kurzen Bahnfahrt bis Gelterkinden führte uns das Postauto durch die malerischen Oberbaselbieter Dörfer Ormalingen und Rothenfluh ins beschauliche Anwil, im Volksmund „Ammel“ genannt, dem Ausgangspunkt der heutigen Kurzwanderung der Pro Senectute Olten. Für einmal startete die Gruppe mit der Halbtageswanderung schon in den kühleren Vormittagsstunden. Der Wanderleiter Hansruedi Hofer freute sich über 25 aufgestellte Mitwanderer. Nur kurz war das Stück über die Hochebene, vorbei an Luzerne-Feldern, und schon gings im kühlen und imposanten Wald stetig talwärts durch das schöne Ächtel und entlang dem Egmattbächlein bis zum Egmethof. Weiter führte der Weg dem Hang entlang oberhalb von Wittnau, der Gemeinde im Oberen Fricktal. Das Picknick musste verdient werden, denn kurz vor dem Mittagshalt folgte ein kurzer, aber stetiger Aufstieg in der immer grösser werdenden Hitze. Aber an einem kühlen Platz oberhalb des Eglerhofes machten wir es uns dann gemütlich. Unter uns lagen die Dörfer Frick und Gipf-Oberfrick, und in der Ferne konnte man sogar die östlichen Hügel des Schwarzwaldes erkennen. In grossem Bogen wurde der Altenberg umrundet, und auf einem breiten und angenehmen Waldweg gings der Buchholde entlang bis Wölflinswil. Steile Hänge umgeben das Dorf und die eindrückliche Schichtstufenlandschaft des Tafel- und Faltenjuras zeigt sich hier sehr schön. Durch die besonderen architekturhistorischen Qualitäten gehört der Wölflinswiler Siedlungskern heute zu den Ortsbildern von nationaler Bedeutung. Die letzten Schritte durch das Dorf heizten so richtig ein wir freuten uns auf die schattigen Plätze im unter Ortsbildschutz stehenden Restaurant Ochsen, wo feine Zwetschgenwähe auf uns wartete. Erste Dokumente, welche den Ochsen betreffen, stammen aus dem Jahre 1288. Die Rückfahrt erfolgte auf der kurvenreichen Strasse über das Benkerjoch nach Aarau, wo der Zug nach Olten auf uns wartete. (mva)