Ende März 2014 tauchten Naturpädagoginnen ein in die Welt der Förster und Jäger. Eingeladen dazu hat das noch junge Netzwerk Naturforum Baselland zum Anlass ihrer dritten GV. Erich Gyr, Jäger, Förster, Waldbesitzer und Naturpädagoge führte durch den Liestaler Wald und beleuchtete die verschiedenen Ansprüche an ihn.

Naturforum Baselland scheut den Austausch mit Jäger und Förster nicht. Im Gegenteil. Zur naturbezogenen Umweltbildung, welche der Verein fördern will, gehört auch Wissen über Jagd und Forstwirtschaft. Ihre dritte GV hat sie zum Anlass genommen Gönnern, Mitgliedern und Interessierten das Spannungsfeld zwischen den verschiedenen Nutzergruppen des Waldes aufzuzeigen.

Erich Gyr, Vertreter aller Seiten, zeigte an konkreten Beispielen im Liestaler Wald auf, wie Fällentscheide zu Gunsten der Ökologie oder der Ökonomie gemacht werden müssen. Der Förster muss dabei oft unter Zeitdruck entscheiden, ob er nun den ökologisch wertvollen Spechtbaum stehen lässt oder aus dem schönen Stammholz doch lieber bares Geld machen will. Der Entscheid ist nicht einfach, denn Förster haben meist zwei Seelen in ihrer Brust. Auch der ortsansässige Revierförster Daniel Wenk teilte diese Meinung. Die beiden Förster konnten den Naturpädagoginnen die ökonomischen Notwendigkeiten sehr gut aufzeigen und es entstanden anregende Diskussionen. Für die Anwesenden wurde nachvollziehbar, dass im Wald nicht nur Naturschutz zählt sondern dass der Wald auch genutzt werden muss. Ein gesundes Gleichgewicht ist das Ziel.

Mit einem Rucksack voller Wissen über nachhaltige Waldwirtschaft, Jagd und Ökologie liessen die Naturpädagoginnen den lehrreichen Waldrundgang bei einem Bärlauchrisotto vom Feuer gemütlich ausklingen. Vieles von diesem Wissen wird hängen bleiben und in ihre eigenen Anlässen einfliessen. Diese findet man auf der gemeinsamen Plattform www.naturforum-baselland.ch.