Gutgelaunt trafen sich 27 Wanderfreunde bei strahlend blauem Himmel zur letzten Winderwanderung der Pro Senectute Olten. Die Bahnfahrt bis Le Landeron war sehr kurzweilig, vor allem dem stark wellenden Bielersee entlang mit den ersten blühenden Schwarzdornbüschen, den Forsythien und den vielen noch kahlen Platanen. Mit dem Bus gings danach auf der kurvenreichen Strasse aufwärts nach Nods, dem schmucken Bauerndorf und Ausgangspunkt der heutigen Wanderung. Beim Startkaffee im extra für uns geöffneten Restaurant begrüsste uns die Wanderleiterin Lilly Rieder. Die Montagne de Diesse (deutsch Tessenberg) ist ein Hochplateau auf rund 800 mt ü.M. am Südhang des noch schneebedeckten Chasserals, rund 400 m über dem Bielersee. Zwei Kantone teilen sich die Hochebene, der grössere östliche Teil gehört zum Kanton Bern, der westlichste Abschnitt zum Kanton Neuenburg. Die Wanderung führte uns zu Beginn auf einem beidseitig von hohen Bäumen umgebenen Weg bergauf, danach über eine typische Juramatte mit den hohen Tannen und viel Weideland. An den schattigeren Stellen lagen noch letzte Schneereste, aber die ersten Krokusse guckten schon aus dem Boden. Nach einem kurzen Stücke abwärts durchquerten wir das Dörfchen Diesse mit seinen stattlichen Bauernhäusern und einem bemerkenswerten Ortsbild. Nun gings übers freie Feld, was bei der starken Bise nicht eben gemütlich war und danach weiter der Douanne entlang, wo die Biber ihre Spuren hinterlassen hatten. Auf dem grossen Platz vor dem ehemaligen Jugendheim Prêles war unser Mittagshalt angesagt. Nach einem kurzen Stück querfeldein, wo es wunderschön blühende Osterglocken und Krokusse zu bestaunen gab, gings vorbei an La Praye auf einem breiten Weg wieder zurück nach Nods, immer den Chasseral vor uns. Unterwegs scheuchten wir noch einen Feldhasen auf, der mit seinen langen Hinterläufen schnell Reissaus nahm. Der letzte Anstieg zum Dorf hatte es noch in sich, sodass der Schlusstrunk im Restaurant besonders genossen wurde. Dazu gabs noch ein Stück vom feinen selbstgemachten Kuchen der Leiterin. Diese abwechslungsreiche Wanderung hat uns wieder ein für die meisten unbekanntes Stück Schweiz näher gebracht. (mva)