Mit etwas Verspätung traf die Wandergruppe der Pro Senectute Olten in Rheinfelden ein, der ältesten Zähringerstadt der Schweiz und 2016 mit dem Wakkerpreis ausgezeichnet. Der Wanderleiter Hansruedi Hofer konnte bei prächtigem Herbstwetter 36 Wanderfreunde begrüssen. Nur kurz war der Marsch durch die historische Altstadt und schon begann unser Rundweg hinter der alten Rheinbrücke mit den fünf Brückenbögen. Einen Moment blieben wir stehen und warfen einen kurzen Blick zurück auf das mitten im Strom ruhende Inseli mit den Resten einer mittelalterlichen Burg. Von der deutschen Seite aus boten sich uns wunderschöne Ausblicke auf die gut erhaltene Altstadt auf der helvetischen Seite. Beide Rheinfelden könnten unterschiedlicher nicht sein. Auf der Schweizer Seite eine Stadt, welche eine bewegte Geschichte hinter sich hat und auf der deutschen Seite eine noch junge Stadt, welche mit dem Bau des Wasserkraftwerkes entstanden und gewachsen ist. Die Wege auf der deutschen Seite sind recht ursprünglich gehalten, und das trotz schön angelegter Aussichtsplattformen, Skulpturen und hölzernen Liegen. Auf dem Serpentinenweg gings leicht aufwärts durch den mit Reben bepflanzten Hügel und schon bald erreichten wir die „Höllhooge“, den sogenannten Höllhaken. Leider war der Ausstellungspavillon „Kraftwekr 1898“ in der Nähe des alten Wasserkraftwerkes Rheinfelden geschlossen. Wir kamen einen Tag zu spät. Weiter des Weges erklärten uns grosse Farbtafeln, was in dem wunderschön mit grossen Steinen, kleinen Inselchen und Fischtreppen angelegten Gwild-Biotop so alles kreucht und fleucht. Im naturnah gestalteten Bachlauf tummelten sich Schwäne, Enten und Kormorane. Über die Kraftwerkbrücke beim Stauwehr erreichten wir das neue Maschinenhaus auf der Schweizer Seite. Dieses Kraftwerk ist eines der modernsten Flusswasserkraftwerke Europas und erzeugt dreimal so viel Strom wie das alte Kraftwerke. Wir hielten kurz inne und liessen uns anhand der Tafeln und näheren Erläuterungen von Hansruedi alles im Detail erklären. Nach einem kurzen Aufstieg erreichten wir den Uferweg, welcher nach Rheinfelden führte, vorbei am Kurzentrum, dem Solbad und dem Stadtpark, welcher zum Verweilen einlädt. Durchs Stadttor traten wir ein ins historische Städtchen und nach dem Genuss von feiner Fruchtwähe blieb noch genügend Zeit zum Herumbummeln. Besonders eindrücklich war dann die Rückfahrt in der abendlichen Herbstsonne mit dem Postauto über Magden, Maisprach und Buus nach Gelterkinden. (mva)