Im Rennsport würde man von einem Start-Ziel-Sieg reden. Als Favorit gingen die Solothurner ins Rennen um die zwei Punkte. Mit dem Münzwurf sicherte sich das Heimteam die Pole Position, oder eben das Anspiel.

Zwar verlief der Start danach mit einem technischen Fehler nicht optimal und in der ersten Kurve kämpften beide Teams noch um die Führung. Doch auch die Baselländer verzeichneten in ihrem ersten Angriff einen Fehler, womit das Rennen um die Führung nach wie vor offen war.

So waren es schliesslich die Solothurner, die das erste Tor der Partie erzielten. Und von diesem Moment an behielt die Equipe von Trainer Marco Kurth die Kontrolle über das 60-minütige Rennen. Bis zur 11. Minute, als die Reifen der Gäste noch frisch waren, konnte der TV Birsfelden noch mithalten. Danach jedoch zeigte sich, dass der TVS insgesamt das stärkere Team war.

Solothurner zu agil für Birsfelden

Kontinuierlich erhöhten die Ambassadoren in den Folgeminuten den Abstand zum Gegner. Vor allem der Solothurner Spielführer Sven Schafroth zeigte sich in ausgezeichneter Form. Mit flinken Täuschungen riss er Mal um Mal Lücken in die gegnerische Verteidigung, die er mit viel Zug zum Tor oft gleich selber ausnützte. Insgesamt zehn Mal schoss Schafroth auf das Tor der Baselländer und erzielt dabei acht Treffer, eine überragende Quote.

An der Seite von Schafroth glänzten auch der junge Max Freiberg mit fünf Treffern und der ehemalige NLA-Spieler Oliver Räz mit deren sieben. Der flinke Flügelspieler Räz profitierte von einer etwas offensiveren Deckung des TV Birsfelden mit einem vorgestellten Spieler. So ergaben sich an der Linie mehr Räume, was Räz gnadenlos ausnützte, sei es mit Toren oder mit Zweiminuten-Strafen gegen seinen Verteidiger und TVB-Topschützen Mads Thomsen.

Nach der dritten Zeitstrafe, und damit der Disqualifikation, waren die Gäste bereits in der 44. Minute ihres stärksten Angriffsspielers beraubt.

Vordere Plätze in Reichweite

Doch auch mit Thomsen wäre eine Aufholjagd zu diesem Zeitpunkt enorm schwierig geworden. Denn neben einer effizienten Offensive konnte das Heimteam auch auf einen über weite Strecken überragenden Schlussmann Rados Dukanovic vertrauen. Und zum Zeitpunkt, als Thomsen des Feldes verwiesen wurde, hatte der TV Solothurn bereits fast eine Runde Vorsprung (23:14).

Als Tom Althaus kurz darauf mit einem sehenswerten Wurf ins Lattenkreuz den Vorsprung auf elf Tore erhöhte, war die Partie de facto gelaufen und es sah sogar nach einem Kantersieg für die Einheimischen aus. Jedoch liess die Konzentration der Solothurner gegen Ende des Spiels merklich nach und die Baselländer konnten wieder um einige Treffer verkürzen.

Im Endeffekt dürfte dies den TVS nicht gross stören, war doch das Hauptziel, nach einigen knappen Niederlagen wieder einmal einen deutlichen Vollerfolg zu feiern. Mit dem 30:23-Sieg meldeten sich die Ambassadoren eindrücklich zurück im Rennen um die vorderen Tabellenplätze.