Zweiter Schlussrang, Teilnahme an den NLA-Aufstiegsspielen: Städtli 1 hat 2017/2018 alle Ziele erreicht und nebenbei die erfolgreichste Saison der Badener Handballneuzeit gespielt. Einziger Wermutstropfen: Die schwache Barrage gegen Basel. Zufriedenheit oder Frust – was überwiegt?

Björn Navarin: Nach dem letzten Spiel habe ich vier Wochen Frust geschoben. Der Ärger ist verflogen, aber angefressen bin ich immer noch. Wir haben unser Potenzial klar nicht ausgeschöpft, was auch an der Zufriedenheit der Spieler lag. Nach einer Rekordsaison mit erreichten Saisonzielen schafften wir es nicht mehr, die nötige Spannung aufzubauen, um Basel wirklich in Bedrängnis zu bringen. Das muss diese Saison besser werden!

Nach dem Abgang von Marcus Hock und Philipp Seitle laufen kommende Saison zwei routinierte, torgefährliche Spieler weniger in Badener Farben auf. Wie will man das wettmachen?

Der Abgang dieser beiden Routiniers wird das Badener Spiel gründlich verändern. Wir können nicht mehr auf Tore «aus dem Nichts» bauen, was aber auch seine positiven Seiten hat. Wir werden weniger statisch auf dem Feld stehen und ein bewegliches, schnelles Spiel pflegen. Wir nutzen den Raum viel grosszügiger – was für das Publikum attraktiv sein wird – dürfen dabei aber nicht vergessen, auch mal aufs Tor zu werfen.

Was nimmt sich Städtli 1 für die Saison 2018/2019 vor?

Nach einer guten Saison eine bessere zu spielen, ist schwierig, aber klar mein Ziel. Wir müssen wieder in die Barrage!

Der TV Endingen wird dabei ein gewichtiges Wörtchen mitreden. Ihre Einschätzung: Wird der NLA-Absteiger mit Wiederaufstiegs-Ambitionen die Liga ähnlich dominieren wie der RTV Basel, oder rückt die NLB-Spitze diese Saison enger zusammen?

Endingen wird definitiv oben mitspielen, alles andere würde mich überraschen. Auch Stäfa dürfte nach der für sie enttäuschend verlaufenen Saison mit aller Macht nach vorne drängen. Endingen, Stäfa und Baden sehe ich vorne, aber dafür ist Konstanz gefragt – und unter den restlichen Mannschaften gibt es einige, die einem ein Bein stellen können. Nach drei, vier Spieltagen dürfte eine erste Tendenz erkennbar sein.