Am 04.11.2017 fand in der Frenkenbündten-Sporthalle der erste Radball-Weltcup in Liestal statt. Durch den Weltberband UCI wurde ein hochdekoriertes Teilnehmerfeld in den Baselbieter Kantonshauptort delegiert. Insgesamt waren an diesem Tag die aktuellen Meister aus Österreich, Deutschland, Frankreich, Tschechien und der Schweiz vertreten. Im Weiteren waren der Weltmeister, Vizeweltmeister und der U23 Europameister in Liestal anwesend. Die regionalen Farben durften Andry Accola und Lukas Oberer vom VMC Liestal vertreten.

Das Liestaler Team zeigte gleich von Beginn weg, dass sie sich gegenüber der starken Konkurrenz nicht verstecken müssen. Im ersten Spiel konnten sie sich gegen Altdorf, den aktuellen Schweizermeister, mit einem 5:5 Unentschieden auszeichnen. Im Spiel gegen Sulz/Dornirn, den U23 Europameister mussten sie danach aber mit 1:5 eine schmerzhafte, jedoch verdiente Niederlage entgegennehmen. Damit waren die Baselbieter im Kampf um einen Halbfinalplatz bereits stark zurückgebunden. Im Spiel gegen Iserlohn, eine Mannschaft der deutschen 1. Bundesliga, liessen sie mit einem 4:4 wieder ein verdientes und unerwartetes Unentschieden folgen. Im abschliessenden Spiel der Vorrunde gelang ihnen gegen den französischen Meister aus Dorlisheim mit 2:2 noch einmal ein Unentschieden. Trotz sehr guten Spielen und nur einer Niederlage belegten Accola/Oberer den undankbaren vierten Gruppenrang und trafen so in der Abendveranstaltung auf Dorlisheim 2. Im Lager der Einheimischen durfte man bereits jetzt zufrieden sein, konnte man doch in diesem Weltklassefeld mithalten.

In der mit 300 Zuschauern gut gefüllten Halle erfreuten die Liestaler zum Abschluss noch einmal das zahlreiche und laute einheimische Publikum. In einem lange Zeit knappen Spiel bei welchem es lange Unentschieden stand konnten sie sich zum Schluss gegen die Franzosen mit einem vielumjubelten 4:1 durchsetzen und sorgten damit für eine tolle Stimmung und einen versöhnlichen Abschluss.

Im Halbfinal setzten sich der vierfachen Weltmeister, die Österreicher aus Höchst, und der Vizeweltmeister aus Altdorf erwartungsgemäss gegen die deutschen Mannschaften aus Iserlohn und Obernfeld durch und so kam es zum grossen Traumfinal. Die Weltmeister liessen den Schweizern keine Chance, dominierten das Spiel und ihre Gegner und setzten sich mit 12:4 durch.