Den Stein ins Rollen brachte ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Münster «wegen Verbreitung, Erwerbs und Besitzes von kinderpornografischen Schriften», wie das Polizeipräsidium Freiburg am Dienstag mitteilte. Eine Spur führte auch in den Landkreis Lörrach und dort zu einem 40-jährigen Mann.

Bei der Wohnungsdurchsuchung stellten die Lörracher Polizisten umfangreiches Beweismaterial sicher. Bei der Auswertung der Datenträger fanden die Beamten rund 700 illegalen Bilddateien und 100 Videos.

Das Material, das auch teilweise den schweren sexuellen Missbrauch an Kleinkindern zeigt, tauschte der Mann per Whatsapp mit zahlreichen Gleichgesinnten aus. Der 40-Jährige gab in seiner Vernehmung an, dass er seine Tauschpartner über eine Erotik-Teletextseite im TV kennengelernt hatte.

In den monatelangen Ermittlungen der Kriminalpolizei Lörrach, stiess sie auf mehr als 60 dieser Tauschpartner. Sie stammen aus dem gesamten Bundesgebiet. Die meisten der Verdächtigen ist bereits wegen Verbreitung von Kinderpornografie oder wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern bei der Polizei bekannt. Ein Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet.