Im Glarnerland ist am Donnerstagabend ein Regionalzug mit sieben Rindern zusammengestossen. Von den rund 100 Personen im Zug wurde niemand verletzt, wie eine Sprecherin der SBB auf Anfrage sagte. Die Rinder überlebten den Unfall laut Polizei nicht.

Die Rinder hätten aus unbekannten Gründen ihre Weide verlassen und seien den Geleisen entlanggelaufen, sagte Urs Gwerder, Pikettchef der Glarner Kantonspolizei, auf Anfrage. Der Lokführer habe die Tiere gesehen und eine Vollbremsung eingeleitet. Dennoch kollidierte der Zug kurz nach 18 Uhr kurz vor Ziegelbrücke mit allen Rindern.

Sechs Rinder waren sofort tot, das siebte musste vor Ort von seinen Qualen erlöst werden, wie Gwerder sagte. Seither und voraussichtlich bis zum Betriebsschluss am Donnerstag war die Bahnverbindung von Ziegelbrücke SG ins Glarnerland unterbrochen.

Grund ist, dass eines der toten Rinder zwischen Zug und Trassee verkeilt war. Spezialisten seien aufgeboten worden, um den Wagen des Zuges anzuheben und den Kadaver hervorzuziehen. Der Zug entgleiste beim Zusammenstoss nicht. Die Polizei nahm Abklärungen dazu auf, wie die Rinder auf das Bahngeleise gelangen konnten.

Der Zusammenstoss ereignete sich nach Angaben der SBB-Sprecherin kurz vor der Einfahrt der Zuges in den Bahnhof Ziegelbrücke, der bereits auf St. Galler Boden liegt. Die Zugpassagiere hätten zu Fuss nach Ziegelbrücke gehen und von dort aus weiterfahren können.

Wegen des Streckenunterbruchs wurden Bahnersatzbusse eingesetzt. Diese verkehrten zwischen Ziegelbrücke und Nieder- und Oberurnen GL.