Die Stimmbeteiligung beim zweiten Präsidiums-Wahlgang lag bei 50,6 Prozent. Wilde und Kaufmann trennten nur 132 Stimmen. Daneben gingen 99 Stimmen an Vereinzelte; 130 Wahlzettel wurden leer eingelegt.

Der von einem bürgerlichen Bündnis unterstützte Wilde löst Willi Fischer (EVP) ab, der nach acht Jahren als Gemeindepräsident abtritt - die EVP präsidierte Riehen seit 1970. Wilde hatte bereits 2010 kandidiert, war damals jedoch Fischer deutlich unterlegen.

Beim ersten Präsidiums-Wahlgang vom 26. Januar hatte Wilde mit 2673 Stimmen am meisten Stimmen erhalten, das absolute Mehr aber um 623 Stimmen verpasst. Dahinter gelegen waren Christine Kaufmann mit 1559 Stimmen, Guido Vogel (SP) mit 1087, Thomas Strahm (LDP) mit 852 sowie der parteilose Hans-Peter Börlin mit 145 Stimmen. Vogel und Strahm gaben danach auf.
LDP verliert einen Gemeinderats-Sitz

Auf einen der übrigen sechs Sitze des Riehener Gemeinderates gewählt wurden nun im zweiten Wahlgang Christine Kaufmann mit 3718 Stimmen, Annemarie Pfeifer (EVP, bisher) mit 3549, Guido Vogel mit 3295, Silvia Schweizer (FDP) mit 3280 und Christoph Bürgenmeier (LDP, bisher) mit 3175 Stimmen.

Nicht gewählt - bei 48,6 Prozent Beteiligung - wurden Eduard Rutschmann (SVP) mit 2989 Stimmen, Andreas Tereh (Grüne) mit 2858, Franziska Roth (SP) mit 2820 sowie Vereinzelte mit 286 Stimmen. Beim ersten Wahlgang für den Gemeinderat Ende Januar war einzig Daniel Albietz (CVP, bisher) gewählt worden.

Unter dem Strich verliert die LDP so einen ihrer beiden Sitze in der Gemeindeexekutive, da der parteilose Wilde zwar der EVP das Präsidium abnimmt, jene aber einen zweiten Gemeinderatssitz holt. Der verbleibende Liberale Bürgenmeier schafft als Vizepräsident die Wiederwahl nur als letzter.

EVP, SP und LDP verteidigen derweil ihre Sitze mit je einem neuen Gesicht; die Bisherigen waren - abgesehen von Pfeifer - nicht mehr angetreten. SVP und Grüne verpassen den Einzug in die Gemeinderegierung, wurden aber nicht abgeschlagen.