Für Cristiano Ronaldo gibt Juventus Turin unverschämt viel Geld aus. 30 Millionen Euro Jahresgehalt für vier Jahre. 117 Millionen Euro Ablöse bezahlen die Italiener an Real Madrid. Das ist zwar nur die vierthöchste Transfersumme aller Zeiten. Trotzdem ist der Wechsel Ronaldos eine neue Dimension im verrückten Fussballgeschäft.

Denn bislang galt: je älter ein Spieler, desto tiefer sein Marktwert. Was logisch ist. Denn je älter ein Spieler, desto kleiner die Chance eines Wiederverkaufs. Ronaldo ist ja bereits 33. Wenn sein Vertrag bei Juve ausläuft, wird er 37 sein – ein biblisches Alter für einen Fussballer, erst recht für einen Offensivspieler. Dass ihn die Turiner vor Vertragsende gewinnbringend verkaufen können, ist unrealistisch.

Trotzdem macht der Deal für Juve Sinn. Ronaldo hat bei Twitter 74 Millionen, bei Facebook 122 Millionen und auf Instagram 134 Millionen Follower. Diese Follower sind ein Segen für Juventus: Sie bringen Aufmerksamkeit, die härteste Währung im Sponsoring.

Die Analysefirma Hookit berechnete den Wert, den Ronaldo zwischen Mai 2016 und Mai 2017 für seine und Real Madrids Sponsoren auf Social Media erzielte, auf knapp 1 Milliarde US-Dollar. Als meine beiden Jungs vom Ronaldo-Transfer hörten, sagten sie umgehend: «Daddy, kaufst du uns ein Juventus-Shirt, wenn wir nach Italien in die Ferien fahren?» Und Real Madrid? Ist nicht mehr spannend.