Die gute Nachricht für alle, die auf der Suche nach einer neuen Wohnung sind, kommt vom Bundesamt für Statistik: Es gibt endlich wieder mehr freie Wohnungen auf dem Markt. Die Leerwohnungsziffer ist im achten Jahr in Folge angestiegen. In den letzten Jahren hat sich das Wachstum dieser Ziffer zunehmend beschleunigt. Dies ist eine Folge der regen Bautätigkeit der vergangenen Jahre.

Doch die schlechte Nachricht folgt sogleich: Nach wie vor sind die Unterschiede zwischen den Regionen gross. In den beiden Basel, in Genf, Zug und auch im Raum Zürich bleibt es weiterhin äusserst schwierig, eine Wohnung zu finden. In vielen ländlichen Gebieten des Aargaus, in Solothurn aber auch etwa in Schaffhausen ist es viel einfacher.

Zwei Entwicklungen sprechen dafür, dass sich der Trend zu den grossen Zentren — zu den «Little Big Cities» künftig verlangsamt. Grossunternehmen, wie jüngst die UBS, haben aus Kostenüberlegungen den Charme der kleineren Zentren entdeckt. Sie setzen auf Schaffhausen oder Biel. Das macht es manchen jungen Familien einfacher, den Sprung in eine neue Umgebung zu wagen. Und auch die Digitalisierung wird unsere Arbeitswelt verändern. Die Zeiten, in denen jeder zeitig um sieben in der Früh an seinem Pult erscheinen musste, sind bald vorbei. Flexible Arbeitszeiten und -orte nehmen zu. Homeoffice gehört bei vielen Unternehmen heute schon zum Standard. Diese Trends werden sich früher oder später auch auf dem Immobilienmarkt niederschlagen.