Die USA standen ja schon öfter im Verdacht, für den Regimewechsel in anderen Ländern verantwortlich zu sein. Jetzt durften auch die Südafrikaner hoffen, mithilfe des US-Militärs ihren ungeliebten Regierungschef loszuwerden: Staatspräsident Jacob Zuma sollte per Rakete ins Weltall geschossen werden.

Zumindest war dies die nicht ganz ernstzunehmende Spekulation einiger Zeitungen in der Region, nachdem aus den USA die Ladung der Falcon 9-Rakete bekannt wurde: «ZUMA», hiess es da in den Frachtpapieren. Worum es sich bei dem Paket handelt, das ins All geschossen werden soll, ist aber «top secret». Fest steht nur, dass der US-Rüstungsbetrieb Northrop die Rakete im Auftrag eines Kunden zündet, der ungenannt bleiben will.

Insider schätzen, dass es sich bei «ZUMA» um einen Spionagesatelliten handelt. Doch davon wollten die Südafrikaner nichts wissen. Vor allem die Tatsache, dass das Raumfahrtunternehmen des Investors Elon Musk – eines gebürtigen Südafrikaners – an dem Projekt beteiligt ist, gab ihnen Zuversicht: Ihr Präsident würde nach Korruptionsskandalen und Rücktrittsrufen endlich aus dem Amt gefeuert. Jetzt wurde der Start der Rakete auf unbestimmte Zeit vertagt. Die Hoffnung der Südafrikaner lebt weiter.