Das «Aber» folgt auf der Stelle: Schon während Testfahrten im Oktober zeigte sich, dass das Tram in Friedlingen oft im Stau steckt. Doch jetzt ist es so, dass der Achter Trampassagiere stehen lassen muss. Das gibt es allenfalls an der Fasnacht, und da können wir uns immerhin mit einem Uralt-Bängglervers trösten: «Drämmli, uff di wart i nämmli ...»

Klar, Überraschungen gibts immer, und man nimmt ja auch nicht jeden Tag eine neue Strecke in Betrieb. Aber den Verkehrssalat an der Grenze kennt nun jedes Kind. Für den Fall eines grossen Passagieraufkommens müsste im Prinzip ein valabler Plan B existieren. Den scheint es nicht zu geben.

Jetzt darf Grossbasel-West das Debakel ausbaden, weil einige der Achter-Kurse am Bahnhof SBB wenden und gar nicht mehr bis an die Endstation Neuweilerstrasse fahren. Das riecht nach einer Verzweiflungstat und ist natürlich ebenso unhaltbar wie die Tatsache, dass Passagiere stehen bleiben.

Damit dieser Engpass beseitigt werden kann, sind nicht nur die BVB gefordert. Denn der Verkehr muss von den Behörden, in diesem Fall das Amt für Mobilität und die Stadt Weil, «bestellt» werden. Konkret heisst das, dass sich alle Verantwortlichen unbürokratisch und sofort für eine Verdichtung des Fahrplans einsetzen. Dann mausert sich die Staugeschichte zur wirklichen Erfolgsgeschichte. Es wäre den BVB zu gönnen. Der Stadt Basel. Der Stadt Weil. Und uns auch.