Dass am Ende der Kopf gegen den Bauch klar gewonnen hat, spricht für den Grossen Rat. Dass die Debatte teilweise in sehr kritische Worte gegen den Kanton Baselland ausartete, ist kein Drama, auch wenn sich der eine oder andere Grossrat bemüssigt fühlte, seine Ratskollegen zu mehr Anstand zu ermahnen.

Manchmal tut ein reinigendes Gewitter ganz gut. Deshalb sollte man im Baselbiet nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen, so wie das die Städter auch hin und wieder tun mussten, wenn im Landkanton die Höhenfeuer besonders hoch loderten.

Ob der ausgehandelte Weg, die partnerschaftlichen Verträge mit einer Gegenzahlung zu retten, nun «genial» ist oder einer «Lösegeldzahlung» gleichkommt, das ist unter dem Strich egal. Am Ende des Tages zählt nur eines: Die Universität beider Basel muss bestehen bleiben, mit einer auf Jahre hinaus gesicherten Finanzierungsgrundlage. Sie ist einer der Pfeiler unserer regionalen Wirtschaft. Und sie muss auch dann gesichert werden, wenn man andernorts sparen muss. Denn die Uni, genauso wie die Pharma und die Life-Science-Branche sind die Hauptschlagader der regionalen Wirtschaft. Durchtrennt man sie, droht der Nordwestschweiz eine Wirtschaftskrise, gegen die die momentanen Finanzprobleme in Baselland ein harmloses Liquiditätsengpässchen sind.

Nun ist es an Baselland, gleich viel Vernunft an den Tag zu legen, wie die Basler Parlamentarier es am Mittwoch getan haben. Gerne auch mit lautem Zähneknirschen und unter Absingen wüster Lieder.

Ergreift aber jemand in Basel-Stadt das Referendum gegen diese Abmachung, dann verhilft er nicht etwa dem Volk zu seinem Recht. Er killt den Deal im Alleingang, lange bevor es überhaupt zu einer Abstimmung kommen kann. Darum Finger weg von diesem Instrument, das in diesem Falle kein demokratisches ist, sondern ein rein populistisches.