Möbel, andere Gegenstände der Wohnungseinrichtung, Gartenabfälle, Baumschnitt als wilde Deponien im Wald. Holz im Container für Metall, Kunststoff in der Grünmulde, Dosen in der Kartonsammlung, Drähte im Altpapier. Alles schon gesehen bei der Abfallsammelstelle im Werkhof.

Jedes Mal, wenn ich solche Schweinereien entdecke, bin ich entsetzt. Und ich ärgere mich über die Menschen, welche die Kinderstube im TGV-Tempo durchlaufen haben. So gehts nicht! Abfallsünder treten die Solidarität mit Füssen. Wegen ihnen mussten schon oft Angebote für Abfallentsorgung eingestellt werden – zum Leidwesen aller, die sich an die Regeln halten. Verlierer sind die Leute, die ihre Abfälle korrekt beseitigen. Abfallsünder verhalten sich feige. Sollen sie doch wenigstens am helllichten Tag, wenn sie beobachtet werden können, ihr Unwesen treiben. Dann wäre es ein Leichtes, sie zur Rechenschaft zu ziehen. 

Liebe Abfallsünder, bestimmt wünscht auch ihr in für euch wichtigen Bereichen, dass Mitmenschen Rücksicht nehmen: Jetzt, wenn es wieder wärmer wird und sich alle draussen herumtummeln, soll nicht jeder aus voller Kehle schreien; der Nachbar soll nicht jeden Abend grillieren, sodass der Rauch auf euren Sitzplatz geblasen wird; oder beim Warten in einer Menschenschlange soll gefälligst niemand vordrängeln.

Stellt euch vor, Leute um euch herum würden sich gleich verhalten wie ihr beim Entsorgen eures Abfalls. Ihr würdet vermutlich rasch ausflippen und ausrufen. Denkt mal darüber nach – vielleicht ändert ihr dann eure Einstellung.