Die Muba ist Geschichte. Noch einmal wird sie stattfinden, dann bleiben nur die Erinnerungen. Längst ist die Frühjahrsmesse nicht mehr der Ort, an dem sich tout Bâle und Campagne trifft.

Noch viel länger ist es her, als die ganze Nation nach Basel strömte, um sich die neuesten Errungenschaften der (Haushalts-)Technologie anzusehen und sich am üppigen Gastronomie-Angebot zu laben, während der Nachwuchs im Kindergarten herumtobte und dabei mit Ovomaltine gestärkt wurde.

Der Niedergang der Muba ist kein hausgemachtes Problem der MCH Group, sondern vielmehr die direkte Folge der Digitalisierung. Die Menschen leben ihren Konsumrausch heute im Internet aus, nicht an Messeständen. Eine Entwicklung, die auch vor Innenstädten nicht halt macht. Die Verantwortlichen haben sich alle Mühe gegeben, die Muba als Erlebniswelt, als eine Art Europapark ohne Bahnen, neu zu erfinden.

Am Schluss doch zu wenig sinnlich

Möglich, dass das Resultat zu intellektuell und zu wenig sinnlich ausgefallen ist. Sicher aber war es so, dass das (schwindende) Stammpublikum sich nicht mehr zurechtfand und neue Kreise nicht angesprochen werden konnten.

So ist der Entschluss, nach einer letzten Vorstellung den Vorhang endgültig fallen zu lassen, logisch und nachvollziehbar. Was danach kommt, ist noch unklar. Themenbezogene Messen für ein klar umrissenes Publikum sollen es sein, ähnlich der Baselworld, der Art und der brandneuen Grand Basel (die mit den Luxusschlitten) für Leute ohne Millionen auf dem Bankkonto. Im besten Fall bleibt ein Hauch von Nostalgie.