Das Leiden kommt vom Wünschen her», mahnte der Baselbieter Finanzdirektor jahrelang. Dieses Buddha-Zitat war allerdings nicht Anton Laubers Mantra, sondern das seines Vorgängers Adrian Ballmer. Dieser trat 2013 ab. Das Zitat hätte aber auch gut in Laubers Präsentation der Staatsrechnung 2017 gepasst. Zwar stellte er alles unter den Titel «Schwarze Zahlen ohne Wenn und Aber», doch zigmal erhob er den Mahnfinger und warnte davor, nun in Euphorie zu verfallen und alle Begehrlichkeiten durchzuwinken. Die Verschuldung von drei Milliarden Franken müsse dringend abgebaut werden.

Recht hat er. Und doch unrecht. Denn bei aller gebotener Vorsicht gilt es festzuhalten: Die finanzpolitische Wende ist geschafft. Das strukturelle Defizit, das jeder jahrelang unweigerlich mit dem Kanton Baselland verknüpfte, ist beseitigt. Auch ohne einmalige Sondereffekte. Dies gelang dank der rigorosen Sparpolitik Laubers und der bürgerlichen Parteien. Kompliment. Doch nun mit gleich harter Hand nicht nur Zusatzausgaben abzulehnen, sondern auch weiter Leistungen zu kürzen, darf nicht sein.

Ein neuer Geist muss Einzug halten bei Regierung und Landrat. Es ist eine Tatsache, dass gerade das Staatspersonal stark unter den Lohn- und weiteren Leistungskürzungen leidet. Mancher mag das verglichen mit der Privatwirtschaft für gerechtfertigt halten, doch das schlechte Betriebsklima ist längerfristig kein Zustand, sonst ist der Kanton bald nicht mehr leistungs- und konkurrenzfähig. Ein erster Schritt wäre, dass der Landrat bei den Abfederungsmassnahmen für die Basellandschaftliche Pensionskasse dem Personal entgegenkommt – und zwar mehr als Lauber es zurzeit anbietet. Das ist Spielraum, der nun finanziell vorhanden ist.

Damit sich Baselland entwickeln kann, bräuchte es auch gezielte Investitionen, um die Standortattraktivität zu steigern und neue Unternehmen anzulocken. Was hingegen zu weit führt, sind die Forderungen der SP, sämtliche Sparmassnahmen bei Bildung, Kultur und dem öV wieder rückgängig zu machen. Das würde auch Buddha nicht gefallen.