Was für eine bittere Pille für die rund 25 000 Berufstätigen, die bei der Basellandschaftlichen Pensionskasse (BLPK) versichert sind! Die drastische Senkung des technischen Zinssatzes von 3 auf 1,75 Prozent und die damit einhergehende Senkung des Umwandlungssatzes von 5,8 auf 5 Prozent wirken sich direkt auf die künftigen Renten aus. Dabei muss trocken festgehalten werden: Es war unausweichlich. Auch die BLPK kann nicht zaubern und in einem Negativzinsumfeld die Renditen erzielen, die für die Erhaltung des heutigen Rentenniveaus nötig wären.

Fragen kann man höchstens, ob der Schnitt zu hart ist. Andere kantonale Pensionskassen gehen nicht so weit. Doch vielleicht ist es eben gerade das richtige Signal: für einmal nicht schönfärben, blauäugig sein, sondern explizit kritisch. Korrekturen sind später wieder möglich – in beide Richtungen.

Was nun aber nicht sein darf, ist, dass die Renten um die maximalen 14 Prozent sinken. Alle rund 60 Vorsorgewerke der BLPK müssen unbedingt abfedernde Massnahmen ergreifen. So auch der Kanton Baselland als grösster Arbeitgeber. Da sein finanzieller Spielraum gering ist, bedeutet das wohl nichts anderes als eine weitere Sanierung seines BLPK-Vorsorgewerks. Hierbei ist es wichtig, dass die Arbeitnehmer geschont werden. Zu unattraktiv würden sonst die Bedingungen im Vergleich zu Privatwirtschaft und anderen Kantonen. Schon heute kann Finanzdirektor Anton Lauber zeigen, wie er diese weitere Mammutaufgabe lösen möchte. Er ist es sich leider langsam gewöhnt.