Das Bundesamt für Kultur (BAK) hat entschieden. Das Sportmuseum und das Architekturmuseum haben ihre Zusätze «Schweizerisch» nicht verdient. Sie haben keine landesweite Ausstrahlung, finden die Beamten aus der Bundesstadt. So wird beiden Häusern ab 2019 die Subventions-Nabelschnur gekappt.

Dass das BAK bei seinen Förderentscheiden auch Regionalpolitik betreibt, wird zwar bestritten – ist aber offensichtlich. Das zeigt ein Blick auf die Liste der Museen, die das BAK neu unterstützt. Da findet sich etwa das Vitromusée im freiburgischen Romont. Dessen Glasmalereien wollten laut Geschäftsbericht 2016 gerade mal 12 600 Leute sehen. Angenommen, das Haus hätte sechs Tage die Woche geöffnet. Dann wären das 40 Nasen. Nicht pro Stunde – pro Tag.

Wenden wir solche regionalpolitischen Kriterien einmal für den Fussball an. Der Titel des Schweizer Fussballmeisters wird ab sofort nach freundeidgenössischer Arithmetik verteilt. Das heisst: Von zehn Titeln geht die Hälfte in die Romandie (4) und ins Tessin (1). Bleiben fünf Titel übrig für die restliche Schweiz. Einen erhält ein rätoromanischer Klub (solche werden vom Bund extra gegründet und finanziert).

Anrecht auf einen der übrigen vier Titel haben Zürich und die Ostschweiz. Die Innerschweiz und Bern sowie Aargau/Solothurn und die beiden Basel müssen sich abwechseln. Nach dieser Regel hätte die Region Basel Anrecht auf einen Meisterkübel alle zwanzig Jahre.

Weil jedoch der FC Basel achtmal nacheinander Meister geworden ist, hat er sein Kontingent für lange Zeit aufgebraucht. So muss er nun mindestens 140 Jahre aussetzen.

Ich freue mich auf die Meisterfeier im Jahr 2157!