Der Globalisierungskritiker, Sachbuchautor und Politiker Ziegler steht seit einigen Jahren wegen seiner angeblichen Nähe zu Libyens Diktator Gaddafi in der Kritik. Die Salzburger Festspiele haben sich jetzt gegen Ziegler stark gemacht.

Auch Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (S) teilte die Sorge, "dass in der Folge nicht die Inhalte von Zieglers Festspielrede, sondern der genannte Kritikpunkt im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses gestanden wäre", wie sie der Nachrichtenagentur APA am Donnerstag mitteilen liess.

Ziegler bezeichnete die Vorwürfe gegen seine Person stets als unrichtig. Von Gaddafi habe er sich längst distanziert. Vor wenigen Wochen sagte er im Interview mit "Blick": "Ich bitte Sie - Gaddafi ist nie mein Freund gewesen. Er hat meine Bücher auf Arabisch gelesen und mich einige Male eingeladen, über sie zu sprechen".

Er habe zwar Sympathie "für den jungen Hauptmann Gaddafi, der 1969 den sozialistischen und panarabischen Visionen des ägyptischen Staatschefs Gamal Abdel Nasser folgte" gehabt. Aber "jetzt ist er nur noch ein psychopathischer Mörder".