Der Chef des Privatsenders 3+, Dominik Kaiser, reagiert auf die Vorwürfe, die Doku-Soap «Jung, wild & sexy» sei nach einem vorgeschrieben Drehbuch produziert worden. «Die Sendung war kein Fake, sondern real», wird Kaiser in einem Communiqué des Senders zitiert. Man habe mit den Jugendlichen, die in der Sendung porträtiert worden waren, zwar abgesprochen, mit wem sie wohin  gehen, und was sie dort vorhaben. «Aber es gab keine Drehbücher und keine vorgegebenen Dialoge», so Kaiser.

Nur Frauen und Feiern im Kopf?

Um die Aussagen des Senderchefs zu untermauern, hat 3+ das Bewerbungsvideo der drei Basler «Jung, wild & sexy»-Protagonisten Gabriel, Güney und Francisco auf seiner Internetseite veröffentlicht. Das Video zeige, schreibt 3+ in der Mitteilung, dass sich die Drei «nur für Frauen und Feiern zu interessieren scheinen und dies sie in ihrer eigenen Sprache kommentieren, wie es später dann auch in der Sendung zu sehen war.»

«Jung, wild & sexy» war kein Fake - Der Videobeweis des Senders 3+

«Jung, wild & sexy» war kein Fake - Der Videobeweis des Senders 3+

Es war der Basler Francisco, der in der vergangenen Woche - anlässlich einer öffentlichen Vorführung der letzten Folge von «Jung, wild & sexy» in einem Zürcher Club - das Gerücht in Umlauf gesetzt hat, beim Dreh der Doku-Soap sei «geschauspielert» worden. Mittlerweile bereue der junge Mann seine Aussage aber, heisst es in der 3+-Mitteilung. Er sei in dem Zürcher Club von Medien und Fans bedrängt worden und mit der Situation «überfordert» gewesen. Niemals habe er mit einer solchen Wirkung seiner Aussage gerechnet.

Senderchef Dominik Kaiser nimmt Francisco den verbalen Ausrutscher offenbar nicht übel. «Wir haben ein gutes Verhältnis zu allen Teilnehmern der Doku-Soap. Es ist uns wichtig, dass sie sich so darstellen können, wie sie sich selber sehen», so Kaiser. (bau)