Die Jury ehre Duyvendak für sein Schaffen "jenseits der Spartengrenzen", schrieb das BAK am Donnerstag in einer Mitteilung. Mit seinen experimentellen Formen erreiche er ein breites Publikum in den verschiedenen Regionen der Schweiz und toure weltweit. Der gebürtige Niederländer nutzt bildende und darstellende Ausdrucksweisen, um soziale oder kulturelle Phänomene zu erforschen. Dabei experimentiert er mit populären Kulturformen wie Video, Musical oder Computerspielen.

Duyvendak studierte an der École cantonale d’art du Valais und der École supérieure d’art visuel in Genf. Nach Auslandsaufenthalten in Barcelona, Berlin und Marseille lebt er heute wieder in Genf.

Das BAK vergibt fünf weitere Preise an Theaterschaffende. Diese gehen an Regisseur Thom Luz, Schauspieler und Regisseur François Gremaud und seine 2b company, Bühnenbildner und Theatermacher Dominic Huber, Schauspielerin Bettina Stucky sowie Theatervermittlerin Vania Luraschi. Die Preisträger erhalten jeweils 40'000 Franken.

Die Verleihung des Hans-Reinhart-Rings sowie der Theaterpreise findet am 24. Mai im Théâtre du Crochetan in Monthey im Rahmen des 6. Schweizer Theatertreffens statt. Bundesrat Alain Berset wird die Preise übergeben.

Der Grand Prix Theater/Hans-Reinhart-Ring setzt die Tradition des von der Schweizerischen Gesellschaft für Theaterkultur verliehenen wichtigsten Schweizer Theaterpreises fort und zeichnet jeweils eine Persönlichkeit oder Institution des Schweizer Theaterschaffens aus.