Laut Jean Zuber von der Förderinstitution Swiss Music Export ist das umfangreiche Lineup repräsentativ für die derzeitige Präsenz des Schweizer Musikschaffens im Ausland.

"Die Schweizer Musikszene hat sich in den letzten Jahren nicht nur professionalisiert, sie konnte auch ihre Beziehungen mit dem Ausland auf- und ausbauen", so Zuber zur Nachrichtenagentur sda. Die Wahrnehmung der hiesigen Musikszene sei ennet der Grenzen demzufolge ausgeprägter denn je.

Er spricht dabei vor allem von den soliden Verbindungen zu den deutschsprachigen Nachbarländern sowie Frankreich. England sei für Schweizer Musiker dagegen nach wie vor ein hartes Pflaster. Aber auch nicht erste Priorität. Deutschland ist nach den USA und Japan der drittgrösste Markt und für viele um einiges attraktiver.

Nachdem etwa Stephan Eicher und Sophie Hunger lange Zeit als musterhafter Schweizer Export gegolten haben, schlug nun auch der Zürcher Singer-Songwriter Faber ("Sei ein Faber im Wind") wie eine Bombe ein. In Deutschland reisst man sich um den deutsch singenden Schweizer, und auch die Basler Soul-Metal-Formation Zeal & Ardor sorgt international für Furore. In Deutschland sei das Schöne, so Jean Zuber, dass "man da einfach Teil der Szene sein kann, ohne dass die Herkunft eine Rolle spielt".

Neben den bereits genannten Acts werden am Reeperbahn Festival auch die Nachwuchshoffnungen Veronica Fusaro aus Thun oder der Zürcher Crimer auftreten. Die Swiss Music Night, die am 22. September im Sommersalon stattfindet, dient explizit der Präsentation des heimischen Schaffens. Und ausländische Labels, Booker und Veranstalter werden nur noch zuschnappen können.

www.swiss-music-export.com