Frau Nyong’o, auf Instagram posieren Sie auf jedem Bild mit einer Lego-«Star Wars»-Figur. Sind Sie ein Fan?

Lupita Nyong’o: Ich habe «Star Wars» schon als Kind in Kenya geschaut. Die Figur ist ein Andenken an den Filmdreh. Als der Trailer veröffentlicht wurde, holte ich sie zum Spass wieder hervor. Ich nannte sie Thunder, weil sie ein Sturmtruppler ist. (lacht) Wir erleben tolle Abenteuer zusammen.

Star Wars: Wie gut kennen sie den Filmhit des Jahres ?

Mit «Die Macht erwacht» (The force awakens) kommt der siebte Kinofilm der Sci-Fi-Saga Star Wars in die Kinos. Testen Sie Ihr Wissen und treten Sie mit unserem Quiz eine Reise zu anderen Welten an.

Wann ist der erste Star Wars in die Kinos gekommen?

1977

1980

1995

Wer ist der Komponist der Star Wars Musik?

Hans Zimmer

Daft Punk

John Williams

Welche farbe hat Darth Vaders Lichtschwert?

Rot

Grün

Blau

Wie heisst Han Solo Raumschiff?

X-Wing

Enterprise

Millenium Falcon

Wie ist Darth Vaders voller Name?

Obi Wan Kenobi

Anakin Skywalker

Flash Gordon

Zu welcher Alienrasse gehört Chewbacca?

Wookie

Umpa Lumpa

Ewok

Wer tötet den Imperator?

Luke Skywalker

Han Solo

Darth Vader

Wie heisst Luke Skywalkers Heimatplanet?

Endor

Tatooine

Mordor

Welcher Planet wird vom ersten Todesstern zerstört?

Tatooine

Naboo

Alderaan

Wie heisst der Sith im Episode 1?

Darth Sidious

Darth Maul

Lord Tyranus

Auf welchen Planeten versteckt sich Yoda in Episode V?

Dagobah

Tattooine

Metropolis

In welchen Krieg haben Obi-Wan und Anakin miteinander gekämpft?

Schlacht um Yavin IV

den Klonkriegen

Krieg der Sterne

Wieso wechselt Anakin zur Dunklen Seite?

aus Freude am Bösen

um Mächtiger als Yoda zu werden

um seine Frau zu retten

Wem hat George Lucas die Rechte für Star Wars verkauft?

Disney

FOX

Paramount

Was für eine Funktion hat C-3PO?

Kriegsdroide

Protokolldroide

Robo-Butler

Wie heissen die Jedis in Ausbildung?

Padawan

Lehrling

Welpen

Wie heisst der Kopfgeldjäger der Han Solo jagd?

R2-D2

Boba Fett

Dementor

Wie viele Gliedmassen von Darth Vader sind künstlich?

1

2

3

4

Wie viele Todessterne wurden gebaut?

2

5

7

Wie viele Filme im Star Wars Universum wurden bereits angekündigt?

2

5

7

«Ich finde Ihren Mangel an Glauben beklagenswert.»

Darth Vader wäre wohl nicht zufieden mit dieser Leistung. Versuchen sie es nochmals.

Herzlichen Glückwunsch!

Sie könnten den Todesstern ganz ohne Zielvorrichtung zerstören!

Star Wars Quiz

Zuletzt spielten sie in «12 Years a Slave» eine Sklavin und gewannen dafür einen Oscar. «Star Wars» ist fast das komplette Gegenteil – ein bewusster Versuch, die qualvolle Rolle der misshandelten Patsy hinter sich zu lassen?

Ja, absolut. Patsy war einzigartig, aber das muss nicht nochmal sein. Auch der ganze Rummel danach mit den Preisen war krass. Als J.J. Abrams mir die Rolle einer Motion-Capture-Figur im neuen «Star Wars» anbot, sagte ich sofort zu.

Sie spielen in «Star Wars: The Force Awakens» eine Figur, die komplett digital erstellt wurde. Stört es Sie nicht, dass man nie Ihr eigenes Gesicht sieht?

Ganz und gar nicht. Seit ich «Der Herr der Ringe» gesehen hatte, war ich von Schauspieler Andy Serkis als Motion-Capture-Figur Gollum begeistert. Für mich ist die Technologie eine grossartige Möglichkeit, die Grenzen der eigenen Körperlichkeit zu überwinden. Ich brauchte das, nachdem meine Rolle in «12 Years a Slave» körperlich derart brutal gewesen war.

Ihre Rolle im Film ist klein, aber wichtig. Maz Kanata ist ein kleinwüchsiges, uraltes Alien, das den Helden mit Weisheiten hilft. Die Nachfolgerin von Yoda?

Maz ist sogar älter als Yoda, über eintausend Jahre alt. Wer so lange lebt, hat einen gewaltigen Erfahrungsschatz. Maz steht wie Yoda für Erfahrung.

Bei so einem langen Leben haben sich Maz und Yodas Wege bestimmt mal gekreuzt. Worüber hätten sich die beiden wohl unterhalten?

Komisch, das habe ich mir gar nie überlegt. Das muss ich gleich nach unserem Gespräch nachholen! (lacht)

lupitanyongo in London

«Die Macht ruft nach dir, lass sie einfach rein» – diese Worte im Filmtrailer spricht Maz Kanata. Wie war es, Ihre eigene Stimme zu hören?

Das war unglaublich, verrückt, surreal.

Die Worte waren auch ein Aufruf an uns Fans, «Star Wars» wieder in unsere Herzen zu lassen. Erlebten Sie das auch so?

Nein – aber das ist eine ganz tolle Aussage.

Happy Sunday! Hug someone special. #wookiesmakethebestsnugglebuddies #theforceawakens @starwars (Photo: Macey J. Foronda)

Ein von Lupita Nyong'o (@lupitanyongo) gepostetes Foto am

lupitanyongo mit yedi

Mit Ihnen, Daisy Ridley, Carrie Fisher und Gwendoline Christie bietet der neue «Star Wars» eine geballte Ladung Frauenpower. War das überfällig?

«Star Wars» war schon immer seiner Zeit voraus. Prinzessin Leia war schon in den Siebzigern eine draufgängerische Frau, die sich nichts vormachen liess. Sie war mein Vorbild. Sie ist verdammt cool! Die vielfältigen Frauenrollen im neuen Film reflektieren unsere heutige Zeit, wo Frauen bei vielen Dingen an vorderster Front sind. Ich bin stolz darauf, in einem Film mitzuspielen, der das anerkennt.

Sie selbst gelten auch als Vorbild. Nach «12 Years a Slave» haben Sie Briefe von jungen afrikanischen Mädchen erhalten, denen Sie mit Ihrer Rolle Hoffnung gemacht hatten.

Ich glaube, du nimmt dich nie selbst als Vorbild wahr, das wird dir von aussen zugeschrieben. Ich akzeptiere das. Aber für mich ist es entscheidend, dass ich jene Dinge mache, die mir etwas bedeuten. Wenn das andere Leute inspiriert, macht mich das glücklich.

Kylo Ren is one thing, but his trooper is stealing #Thunder's thunder! @starwars #theforceawakens #latergram

Ein von Lupita Nyong'o (@lupitanyongo) gepostetes Foto am

Star Wars Darstellerin

Haben Sie einen Vertrag für weitere «Star Wars»-Filme? Kommt es zum Wiedersehen mit Maz Kanata?

Ich habe keine Ahnung. Aber das Geniale an «Star Wars» ist, dass diese Figuren auf verschiedenen Plattformen existieren, fernab des Films. Vielleicht lernen wir dort mehr über Maz Kanatas Hintergrund.

Zudem schildert unser Reporter die Eindrücke des Pressetermins aus London:

«Diesen Mist kannst du zwar schreiben, aber ganz bestimmt nicht aussprechen» – diese Worte hat Harrison Ford einst «Star Wars»-Schöpfer George Lucas an den Kopf geworfen. Der inzwischen 73-jährige Schauspieler hat aus seiner Missgunst gegenüber der Filmserie, der er zum grossen Teil seine Karriere verdankt, nie einen Hehl gemacht. 1983 sei er nach drei Filmen heilfroh gewesen, die schwarze Weste und den Blaster seiner Filmfigur Han Solo endgültig im Kleiderschrank zu versorgen, hat Ford während der letzten dreissig Jahre immer wieder betont.

Trotzdem ist er für den neuen «Star Wars»-Film «The Force Awakens» wieder zurückgekehrt. Er hat seinen Frieden mit der Saga geschlossen und zeigt sich an der grossen Europapremiere in London strahlend an der Seite seiner Co-Stars. Ein schönes Bild: Ford und Prinzessin Leia-Darstellerin Carrie Fisher – die alte Garde – in Eintracht mit ihren jungen Nachfolgern.

Am Morgen darauf geht Ford an der Pressekonferenz sogar noch einen Schritt weiter und sagt: «Ich habe das viel mehr genossen, als ich das jemals erwartet hätte.» Er sei in seinem fortgeschrittenen Alter äusserst dankbar für dieses Erlebnis. Es könnte daran liegen, dass «The Force Awakens» eine Stabübergabe ist. Ford und Carrie Fisher stehen nicht mehr im Mittelpunkt von «Star Wars», sondern schlüpfen in die Mentorenrolle. Nicht nur im Film, sondern auch abseits der Leinwand.

Ratschläge der Alten

«Obwohl sie als Schauspieler bereits so viel erreicht haben, nahmen sie uns Neulinge unter die Fittiche», sagt Daisy Ridley. Wie schon Ford und Fischer vor knapp vierzig Jahren wird die 23-jährige Newcomerin nun dank «Star Wars» über Nacht zum Star. «Harrison gab mir Ratschläge, wie man seine Anonymität wahren kann.» Adam Driver, auch einer der neuen Jungen, sagt, die Veteranen seien mit gutem Beispiel vorangegangen. «Ich merkte: Egal, wie lange du diesen Job schon machst, du bist nie am Ziel. Diese Realisation war furchterregend – aber irgendwie auch beruhigend.»

Ridley und Driver sind die neuen Gesichter von «Star Wars», auf ihren Schultern lastet nun das Vermächtnis der Filmsaga. Wenn sie von Harrison Ford und Carrie Fisher reden, schwingt in ihren Stimmen viel Ehrfurcht mit. Bis Fisher das Wort ergreift: «Mein Rat an sie war: Schlaft nicht mit der ganzen Filmcrew!» Herzhaftes Gelächter im ganzen Saal.

Auch Fisher hatte lange ein schwieriges Verhältnis zu «Star Wars». Sie konnte mit dem Erfolg nie richtig umgehen, stürzte sich in Alkohol- und Drogenexzesse. Jahrzehnte später machte sie aus ihrer «Star Wars»-Leidensgeschichte eine Comedyshow – und hatte wieder Erfolg. Heute, das deutet sich an der Pressekonferenz an, ist sie vielleicht das entscheidende Bindeglied innerhalb des neuen «Star Wars»-Casts. Von allen wird sie herzlich umarmt. Und alle bringt sie immer wieder zum Lachen.

Gesicht auf Shampooflasche

Der dritte Jungschauspieler im Bunde – und der erste schwarze Hauptdarsteller von «Star Wars» – ist John Boyega. Der 23-Jährige erscheint erst mit einer Verspätung von zehn Minuten zur Pressekonferenz. Er habe verschlafen, die Premiere sei halt eine lange Nacht gewesen, lacht die Frohnatur. Mitten im Satz wird er sich plötzlich des Klangs seiner tiefen Stimme am Mikrofon bewusst. «Ich klinge ja echt sexy, ich plappere jetzt also einfach weiter, okay?»

Angesprochen auf die Flut an «Star Wars»-Merchandisingprodukten sagt Boyega, es sei seltsam, sein Gesicht plötzlich überall zu sehen, sogar an Orten wie Tokyo, wo er noch nie zuvor gewesen ist. Daisy Ridley erzählt, als sie früher in einer Bar gejobbt hat, habe sie ständig die berühmten Gesichter auf den Werbereklamen auf den vorbeifahrenden Bussen studiert. Ihr eigenes Gesicht auf einem Bus habe sie aber noch nicht entdeckt. «Das ungewöhnlichste ‹Star Wars›-Produkt von mir», meldet sich dann Carrie Fisher zu Wort, «war eine Shampooflasche. Um sie zu öffnen, musstest du meinen Kopf abreissen.»

«Star Wars» verbindet

Sogar Harrison Ford muss da schmunzeln, die Stimmung unter den anwesenden Schauspielern ist prächtig. Zwischen den Veteranen und den Neulingen wird ein Gemeinschaftssinn spürbar, der über die normale Zusammenarbeit von Schauspielern hinausgeht. Regisseur J.J. Abrams sagt, der Grund dafür sei ganz einfach: «‹Star Wars› bringt Menschen zusammen.»

Die mystische Macht im Film – diese Lebensenergie, die alle Filmfiguren zusammenhält – sei für Abrams eine Metapher für das «Star Wars»-Kinoerlebnis an sich: «Ich sass damals als Kind mit lauter fremden Menschen im vollen Kinosaal, und wir alle haben an denselben Stellen gelacht, geweint und gefeiert.» Dieses Gefühl möchte Abrams mit «The Force Awakens» wieder anzapfen. Das sei nicht einfach, denn wir lebten in einer Zeit, so Abrams, in der wir uns dank den «kleinen technischen Geräten in unserer Hosentasche» zunehmend voneinander entfernten.

Zum Schluss werden Abrams und seine Darsteller gebeten, die Essenz von «Star Wars» in einem Wort zusammenzufassen. «Abenteuer», sagt Adam Driver; «Hoffnung», schlägt Daisy Ridley vor, und erntet ein zustimmendes Nicken von Harrison Ford. Am Ende ist es dann doch wieder Carrie Fisher, die es am besten trifft. Nicht mit einem flotten Spruch, dafür mit tiefer Einsicht: «Star Wars», sagt sie, sei wie eine «Familie».

Star Wars The Force Awakens (USA 2015) 90 Min. Jetzt im Kino.