Ein jüdischer Richter, der in der Nazi-Zeit fliehen musste, kehrt in seine Heimat zurück. Doch in einem Land, das so schnell wie möglich in die Normalität zurückfinden will, ist er nicht erwünscht.

"Bald poetisch, bald lakonisch, zeichnet Krechel präzise ihr Bild der frühen Bundesrepublik - von der Architektur über die Lebensformen bis hinein in die Widersprüche der Familienpsychologie", heisst es in der Begründung der Jury. "Landgericht" sei "ein bewegender, politisch akuter, in seiner Anmutung bewundernswert kühler und moderner Roman".

Die in Berlin lebende Autorin hat sich mit 13 Gedichtbänden vor allem als Lyrikerin einen Namen gemacht. "Landgericht" ist erst ihr zweiter Roman.

Krechel setzte sich im Finale gegen fünf weitere literarische Neuerscheinungen durch. Der mit 25'000 Euro dotierte Deutsche Buchpreis wird traditionell am Vorabend der Frankfurter Buchmesse verliehen. Vergeben wird er vom Deutschen Buchhandel.