Bei Shazam stehen die Zeichen auf Expansion: «Wir erwarten eine Milliarde Dollar und mehr», sagte Andrew Fischer, der bisherige Geschäftsführer des Start-ups, der «Financial Times» zum geplanten Börsengang. Investoren werde derzeit bewusst, dass mobile Anwendungen im Leben der Menschen allgegenwärtig geworden seien. Und entsprechende Anwendungen seien rar.

Fischers Tag als CEO sind bei Shazam allerdings gezählt. Neu soll der Ex-Yahoo-Manager Rich Riley das Unternehmen führen und aus dem Start-up ein führendes Multimedia-Unternehmen zimmern. Im Klartext heisst das: Riley will nun über die sogenannten Second Screens den Fokus auf den TV-Markt legen. In den USA brachte Shazam bereits 2011 eine Anwendung für Werbung, Bonusmaterial und Programmauswahl auf Tablets an den Start. 2012 haben laut Unternehmen über 10 Millionen Menschen in den USA Shazam als ergänzende TV-App genutzt.

300 Millionen Nutzer in 200 Ländern

Shazam hat nach eigenen Angaben rund 300 Millionen Nutzer in 200 Ländern weltweit. Mit der mobilen App können Nutzer zum Beispiel einen unbekannten Song erkennen lassen und bekommen in wenigen Sekunden den Titel und den Interpreten angezeigt.

Die Ernennung des 39-jährigen einstigen Wall-Street-Analysten zum CEO ist für Beobachter auch ein Indiz dafür, dass das Unternehmen in New York und nicht in London an die Börse geht. (rsn)