Es ist die Laufbahn eines iPhone-Fans, die zu sehen ist im neuesten Sport zu Samsungs Galaxy Note 8. 

2007 steht er an für sein erstes iPhone – um dann Jahr für Jahr hinter Freunden und Freundin herzuhinken, die ein Samsung-Gerät haben. 2010 kann er kein Foto machen, weil der Speicher voll ist, 2013 tippt er noch, während seine künftige Freundin schon Notizen direkt aufs Display schreibt, 2016 fällt er samt iPhone ins Wasser und 2017 dann kauft er sich ein Samsung Galaxy.

Das wäre ja schon frech genug. Doch der Samsung-WErbeclip enthält auch verstecktere Seitenhiebe für den Konkurrenten Apple. In einer Szene ganz am Schluss spielt Samsung etwa auf die Display-Unterschiede an: In der Warteschlange für das neue iPhone ist ein Mann zu sehen, dessen Haare gemäss der Aussparung im iPhone-Display rasiert sind.

Der Clip stösst auf grosses Interesse. Am Sonntag auf Youtube veröffentlicht, zählt er mittlerweile über 6,52 Millionen Aufrufe und über 13'680 Kommentare.

Der «Slide to unlock»-Streit

Vor dem Obersten Gerichtshof in Washington tobte gleichzeitig ein anderer Krieg zwischen den beiden Smartphone-Herstellern. Hier ging am Montag Samsung als Verlierer hervor.

Im jahrelangen Patentstreit zwischen Apple und Samsung Electronics lehnte es der Oberste Gerichtshof ab, eine Berufung von Samsung zur Entscheidung anzunehmen.

In dem angegriffenen Urteil einer Vorinstanz ging es um eine Samsung-Zahlung von etwa 120 Millionen Dollar an den iPhone-Hersteller.

Diese Summe war Apple zugesprochen worden, weil Samsung nach Überzeugung des Gerichtes mehrere Patente des kalifornischen Konzerns verletzt hatte.

Darunter waren Funktionen wie die Entsperrung eines Telefons mit einer Fingerbewegung («slide to unlock»), die Autokorrektur beim Schreiben sowie sogenannte Quick Links. Damit verwandeln sich Informationen wie Adressen oder Telefonnummern automatisch in Links.

Der Patentstreit zwischen den beiden Konzernen tobt seit Jahren und hat auch die obersten US-Richter schon beschäftigt. Im Dezember kassierten sie ein Urteil, mit dem Samsung zur Zahlung von 399 Millionen Dollar Schadenersatz an Apple verdonnert worden war. In diesem Fall wird der Prozess neu aufgerollt. (smo/sda)