Fette – etwa in Fleisch oder Milchprodukten – hatten in der Ernährungslehre der letzten Jahrzehnte einen schweren Stand. Hingegen lobten Experten die pflanzlichen Fette, deren ungesättigte Fettsäuren uns vor Cholesterin, Arterienverkalkung und Herzinfarkten schützen sollen. 

Doch 2017 sorgte die sogenannte PURE-Studie für ein radikales Umdenken bei Ärzten und Ernährungsberatern. «Die Studie hat gezeigt», erklärt Dr. med. David Infanger vom Adipositas und Stoffwechselzentrum Zürich, «dass Menschen, die ihren Energiekonsum täglich mit über 35 Prozent Fett decken, eine bessere Lebenserwartung aufweisen.» Die Studie habe dabei auch nicht etwa zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren unterschieden. Alle Fette seien gesund. 

Viel mehr verteufelt die Studie Kohlenhydrate. Die Ergebnisse der Forscher zeigen, dass das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen ansteigt, je öfter man sich etwa mit Pasta, Brot oder Kartoffeln ernährt. 

Irrglaube Margarine

Laut Ernährungsberaterin Stephanie Tölle könne man im Hinblick auf die neuen Erkenntnisse auch die ewige Diskussion «Butter oder Margarine» beenden. Gegenüber dem Gesundheitsmagazin «CheckUp» erklärt sie: «Margarine ist zwar pflanzlich, enthält aber viele gehärtete Fette und ist daher nicht mehr gesund.»

Bei den Ölen sind nach wie vor pflanzliche zu bevorzugen, wobei es auch hier Unterschiede gibt. Dr. med David Infanger rät: «Raps-, Oliven-, Leinsamen- und Distelöl weisen ein gutes Verhältnis zwischen Omega 3- und Omega 6-Fettsäuren auf.» Hier gelte es, etwas abzuwechseln. Schliesslich hätten alle dieser Produkte etwas, was die anderen nicht enthalten.

Vorsicht ist bei den sogenannten Trans-Fettsäuren geboten. Diese sind in verarbeiteten Lebensmitteln wie etwa Fertigsuppen, Gewürzen oder Kartoffelchips enthalten und sollten gemieden werden. (luk)       

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