An Bord hatte sie die Telekommunikationssatelliten DSN-1/Superbird-8 und HYLAS 4 für Unternehmen aus Japan und Grossbritannien. Beide wurden in ihren geplanten Umlaufbahnen ausgesetzt.

Es war der erste Start seit einem Fehler bei einem Ariane-5-Start am 25. Januar. Damals war eine Trägerrakete unmittelbar nach dem Start von ihrer vorgesehenen Flugbahn abgewichen. Die zwei transportierten Satelliten wurden dadurch am falschen Ort ausgesetzt.

Ariane-Rakete bringt zwei neue Satelliten erfolgreich ins All

Die Trägerrakete hob am späten Donnerstagabend vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana ab, wie der europäische Raketenbetreiber Arianespace mitteilte.

Eine Untersuchung ergab, dass ein falscher Horizontalwinkel verwendet worden war. Der europäische Raketenbetreiber Arianespace und sein Mutterkonzern ArianeGroup hatten daraufhin zugesagt, die Kontrollen vor dem Start zu verbessern.

Die beiden Satelliten gingen durch den Zwischenfall nicht verloren, der Kontakt zu ihnen konnte später hergestellt werden. Sie sollten mit ihren eigenen Antrieben an die richtige Position gebracht werden. Die Ariane 5 gilt als sehr zuverlässig, sie hatte zuvor 82 erfolgreiche Missionen in Serie absolviert.

Bei der neuen Mission transportierte die Rakete nun 10,26 Tonnen Fracht. Für dieses Jahr sind bis zu fünf weitere Ariane-5-Flüge geplant. Sie ist die grösste Trägerrakete im Arsenal von Arianespace. Das Unternehmen transportiert Satelliten ausserdem mit der kleinen europäischen Vega-Rakete und Sojus-Raketen aus russischer Fertigung ins All.

Neue Rakete geplant

Durch neue Anbieter wie das amerikanische Unternehmen SpaceX hat sich der Wettbewerb im Trägerraketen-Geschäft in den vergangenen Jahren deutlich verschärft. Europa arbeitet deshalb am Nachfolge-Modell Ariane 6, das Fracht deutlich günstiger ins All bringen soll als die Ariane 5. Der erste Start ist für 2020 geplant.

Die ArianeGroup, ein Gemeinschaftsunternehmen von Airbus und dem französischen Triebwerkshersteller Safran, entwickelt die neue Rakete im Auftrag der Europäischen Weltraumorganisation Esa.