Man stelle sich vor, man stehe mit dem Auto an einer Kreuzung und plötzlich fällt eine Drohne vom Himmel. Transportiert diese etwas, kann ihr Gewicht eine ganz schöne Delle hinterlassen.

Nicht auszudenken, was passiert, wenn ein Fussgänger, Velo- oder Cabrio-Fahrer von einer solchen Drohne getroffen wird. Genau dieses Szenario hat der Versicherer Axa in seinen neuesten Crashtests nachgebildet: Eine Drohne, die eine gefüllte Plastikbox transportiert, stürzt ungebremst auf den Fahrer eines Cabrios.

Obwohl von der Fensterscheibe gebremst, hinterlässt der Crash brutale Spuren am Schädel der Versuchspuppe.

«Unkontrolliert und schnell»

«Die neue Gefahr kommt aus der Luft», sagt Unfallforscherin Bettina Zahnd von der Axa. «Paket-Drohnen sind relativ schwer und wenn diese eine Störung haben oder gehackt werden und vom Himmel fallen, dann tun sie dies unkontrolliert und schnell.» 

Ein weiterer, nicht mehr ganz so neuer Risikofaktor, ist laut der Axa das E-Bike. Im Video zum Crashtest ist zu sehen, wie brutal der Fahrer eines Cargobikes beim Zusammenstoss mit einem Auto erst durch die Windschutzscheibe und dann durch die Luft fliegt.

Die Unfallforscherin dazu: «E-Bikes prägen schon lange unser Stadtbild, aber sie sehen gleich aus wie normale Velos und werden deshalb häufig unterschätzt, was ihre Geschwindigkeit angeht.» (smo)