Die US-Raumfahrtbehörde Nasa zeigte am Donnerstag Bilder, wie sich Drew Feustel und Ricky Arnold in weissen Raumanzügen an der Aussenwand des fliegenden Labors entlang hangelten. Die beiden sollten Antennen an der ISS befestigen. Diese sind Teil eines künftigen Experiments, bei dem die Temperatur von Pflanzen auf der Erde gemessen werden soll, um abschätzen zu können, wie viel Wasser sie benötigen.

Zudem sollten die Astronauten eine Kamera austauschen. Auch ein mögliches Ammoniak-Leck sollten Feustel und Arnold prüfen und beheben. Die russische Agentur Ria Nowosti hatte am Vortag gemeldet, dass an der Aussenseite des US-Segments eine kleine Menge der giftigen Substanz ausgetreten sei. Es bestehe keine Gefahr für die Raumstation, hiess es unter Berufung auf Nasa-Kreise. Ammoniak wird auf der ISS verwendet, um den Stromkreislauf zu kühlen.

Der Ausseneinsatz verzögerte sich um knapp anderthalb Stunden, weil der Test der Raumanzüge länger gedauert hatte als geplant. Aber: "Beide Raumanzüge sind in exzellentem Zustand", sagte ein Nasa-Kommentator in einer Internet-Übertragung. Der Einsatz sollte etwa sechseinhalb Stunden dauern.

Derzeit arbeiten auf dem Aussenposten der Menschheit rund 400 Kilometer über der Erde insgesamt drei Amerikaner, zwei Russen und ein Japaner. Im Juni fliegt der Astronaut Alexander Gerst zum zweiten Mal zur ISS und wird ihr erster deutscher Kommandant.