Es könnte so schön sein, wäre da nicht der Röstigraben. Auf dem Deutschschweizer Sender 3+ hat «Bachelor» Joel Herger kürzlich eine Frau ausgewählt. Am Montagabend kam es dann zum grossen Finale: Das TV-Paar offenbarte, ob es sich auch Wochen später noch verträgt. Und ja, es sieht gar nicht mal so schlecht aus. Doch: Ludmilla kommt aus der Westschweiz.

«Wir haben eine Sprachbarriere», gab Joel Herger in der letzten Sendung zu, Händchenhaltend mit seiner Auserwählten auf dem Sofa. Für Ludmilla geht das soweit, dass sie manchmal gar nicht mehr weiss, was sie sagen soll. 

Die Lösung: privat unterhalten sich die beiden auf Englisch. 

Mit diesem Problem kämpfen nicht wenige Paare. Die Frage ist: Kann das gut gehen? Im Video nimmt eine Stellung, die es wissen muss: Barbara Beckenbauer, Psychologin beim Partnervermittlungsportal «Parship».

Kulturgraben führt zu Missverständnissen

Wenn zwei Verliebte sich in einer Sprache unterhalten, die für beide nicht die Muttersprache ist, dann sei das sogar ein Vorteil, so die Psychologin. So überlege man viel besser, welche Worte man wählt, und beugt Verletzungen vor.

Schwieriger sei ein kultureller Graben, wie ihn auch Joel und seine Ludmilla zu überwinden haben. «Das kann zu Missverständnissen führen», so die Psychologin. Aber es sei nicht in jedem Fall ein Hindernis für die Liebe.

Ludmilla und Joel brauchen wohl vor allem genügend Ausdauer. Ob sie diese aufbringen wollen, wird die Schweiz bestimmt erfahren. (smo)