Am Samstag wird Nationaltorhüterin Florence Schelling Historisches erleben, wenn die Schweizer Eishockeyfrauen gegen ein gemischtes Team aus Nord- und Südkoreanerinnen antreten. Seit knapp einer Woche bereiten sich die Athletinnen im südkoreanischen Pyeongchang auf die Olympischen Spiele vor und Schelling hat dabei nicht nur Positives erlebt. Gleich beim ersten Testspiel zog sie sich wegen hohen Stocks ein blaues Auge zu, versicherte am Donnerstag an einer Pressekonferenz aber, dass alles in Ordnung sei.

Eine mühsame Überraschung erwartete die Oberengstringerin am Mittwochabend, wie sie in ihrem Blog schreibt. Nach 11 Uhr abends wurden sie und elf Mitspielerinnen zur Dopingkontrolle aufgeboten. Weil nur drei Kontrolleure im Einsatz waren, dauerte es bis nach Mitternacht, bis sie an der Reihe war. Aber wegen Problemen mit der Urinprobe wurde die Übung ohne Resultat kur vor 2 Uhr nachts wieder abgebrochen.

Dabei hätte sie die Nachtruhe gut gebrauchen können, weil sie mit dem Einzug ins olympische Dorf in Gangneung einen stressigen Tag hinter sich hatte. Nach vier Stunden Busfahrt vom Hotel dauerte das Einchecken ins Athletendorf deutlich länger als geplant. Von den ersten Trainings auf dem olympischen Eis am Mittwoch und Donnerstag ist Schelling angetan. «Das Eis ist gut, sehr gut», schreibt sie. Verständlich, dass sie den Anpfiff am Samstag kaum erwarten kann.