Die Aescher Waldgebiete Seegaden und Zwischen den Häuen, wo die Schäden besonders gut sichtbar sind, waren vor allem mit Fichten bestückt. In solchen Gebieten, die zum Teil einen Fichtenanteil von 90 Prozent oder mehr aufweisen, respektive bis zum Sturm aufgewiesen haben, sind die Schäden eher grösser als andernorts. So sind 85 Prozent des geschädigten Holzes im Kanton Zürich Nadelholz, wie der Kantonsforstingenieur Konrad Noetzli in einem Beitrag für die Fachzeitschrift «Zürcher Wald» berichtete. Kein Wunder also, dass nun bei den Pflanzungen in den geschädigten Aescher Gebieten etwas mehr auf Laubholz gesetzt werden soll als früher.

Das entspricht auch den Bestrebungen des Kantons, vermehrt auf Mischbestände zu setzen. Kein einfaches Unterfangen. Denn gerade die empfindliche Fichte kann auf dem Markt gut verkauft werden. Womit ein gewisser Druck besteht, diese häufig anzubauen.

«Natürlich aufkommende Fichten in einer Mischung mit anderen Baumarten sind aus unserer Sicht nicht problematisch», sagt eine Sprecherin der Zürcher Baudirektion weiter.
Heute wird grundsätzlich mit der sogenannten Naturverjüngung gearbeitet. Dabei spriessen Keimlinge aus Samen, die von benachbarten Bäumen stammen und auf natürlichen Weg in das Waldstück eingetragen wurden. Auf diese Weise entstehende Bäume sind in der Regel kräftiger als von Menschenhand gepflanzte. Aber bei komplett geschädigten Arealen wie dem Gebiet Zwischen den Häuen in Aesch kann nicht komplett auf Pflanzungen durch Menschenhand verzichtet werden.

Holz-Aufräumarbeiten am Chürzibach in Aesch

Holz-Aufräumarbeiten am Chürzibach in Aesch

Ein Forstunternehmen räumt am Chürzibach in Aesch das gefallene und gefällte Holz weg.

Bei den Spezialisten der Abteilung Wald der Zürcher Baudirektion ist man sich noch nicht sicher, ob alle im Kanton Zürich vom Sturm Burglind gefällten Bäume vor der Borkenkäfer-Zeit weggeräumt werden können. «Die Waldbewirtschafter und Holzabnehmer bemühen sich um einen zeitgerechten Abtransport. Dies ist eine Herausforderung. Es ist heute schwierig zu sagen, ob alles Fichtenholz vor dem Käferflug aus dem Wald gebracht sein wird», erklärt die Sprecherin.

Der Käferflug und die Entwicklung der Jungkäfer seien stark witterungsabhängig. «Schlecht für den Käfer und günstig für den Wald würde sich ein nasskalter Frühling auswirken», so die Sprecherin weiter.