Das grosse Thema der Uitiker Gemeindeversammlung von Mittwochabend war die Zukunft der Allmend. So legten die politische und die Schulgemeinde den anwesenden Stimmberechtigten je einen Kredit von 201 000 Franken vor. Damit soll ein Wettbewerb durchgeführt werden, der ein Projekt zur Erweiterung des Freizeitgebiets Allmend hervorbringt. Für den Beitrag der politischen Gemeinde sprachen sich 106 der 108 Anwesenden aus, für jenen der Schulgemeinde fiel das Ergebnis gar einstimmig aus.

100 Schüler mehr bis 2015

Vorgesehen ist, dass die Turnhalle Allmend, sie stammt aus dem Jahr 1961, zu einem Gemeinschaftszentrum umgebaut wird. Dies aber erst nachdem eine neue Zweifachturnhalle erstellt wurde. Zudem soll der Aussenbereich mit Beachvolleyballfeld und Allwetterplatz umgestaltet werden. Eine Grobschätzung ergab, dass das komplette Projekt rund 17 Millionen Franken kosten wird. Hochbauvorsteherin Susanne Bereuter (parteilos) verwies in ihrer Präsentation auf die Notwendigkeit dieses Vorhabens. So sei die Turnhalle sanierungsbedürftig und darüber hinaus zu klein für heutige Anforderungen. «In Anbetracht des Bevölkerungswachstums braucht nicht nur die Schule, sondern auch die Gemeinde neue Räume für Veranstaltungen», so Bereuter. Präsident der Schulpflege, Reto Schoch (CVP), untermauerte dies mit Zahlen: So erwartet die Schulpflege im Jahr 2025 464 Schüler – heute sind es lediglich deren 356.

Vonseiten der Versammlung richteten sich Fragen bezüglich Landaufteilung und Notwenigkeit des Projekts an die Exekutive, ohne dass jedoch eine rege Diskussion ausgelöst wurde. Auch die Projekt-Etappierung der unterschiedlichen Teile von «Vision Allmend 2020», welche die FDP im Vorfeld zur Versammlung verlangte, wurde angesprochen. Bereuter betonte jedoch, dass im Projektverlauf entschieden werde, ob eine Etappierung der verschiedenen Projektteile sinnvoll sei oder eben nicht. «In diesem Fall würde das gesamte Projekt als Paket an die Urne gebracht.» Geht alles nach Plan könnte bereits im kommenden Sommer das Siegerprojekt vorgestellt werden.

Zwei Änderungsanträge bei Polizeiverordnung
Weiter sprachen sich die Anwesenden einstimmig für die revidierte Polizeiverordnung aus. Sicherheitsvorstand Patrik Wolf (FDP) bezeichnete diese als einfache, zielorientierte Lösung, da die Polizeiverordnung nach dem Vorbild jener von Meilen verfasst wurde. Dort haben elf Gemeinden diese Verordnung übernommen, der Uitiker Nachbar Stallikon wird in Kürze darüber abstimmen. Zwei Änderungsanträge bezüglich des Befahrens von Landwirtschaftsland und der Benutzung von Lautsprechern wurden debattiert. Ersterer wurde einstimmig angenommen, der zweite fand keine Mehrheit.


Auch der Kredit in der Höhe von 313 000 Franken für die Erweiterung der Kinderkrippe Löwenzahn wurde einstimmig genehmigt. So können die Bauarbeiten an der Binzmatt 19 bereits diesen Sommer beginnen. 

Rechnungen einstimmig angenommen
Einstimmig segneten die 108 Anwesenden auch die Jahresrechnung der politischen Gemeinde ab. Diese schliesst mit einem Minus von gut 1,5 Millionen Franken bei einem Aufwand von 38,5 und einem Ertrag von gut 37 Millionen Franken. Finanzvorstand Markus Hoppler (CVP) ortete das Problem bei den Steuereinnahmen, die um rund 700 000 Franken geringer ausfielen, als erwartet: «Der Steuerertrag pro Einwohner ging zurück, was auf das Bevölkerungswachstum zurückgeführt werden kann.»


Auch die Jahresrechnung der Schule schloss mit einem Minus – dieses beträgt satte 2,3 Millionen Franken bei einem Aufwand von 17,7 Millionen und ein Ertrag von knapp 15,4 Millionen. Auch hier waren geringere Steuereinnahmen der Hauptgrund. Einstimmig nahmen die Anwesenden die Rechnung an.